©Stuart Franklin/Getty ImagesRønnow verletzt: Update zu Unions Torwart-Situation
Das Bundesliga-Spiel gegen RB Leipzig bildete für Frederik Rønnow den vorzeitigen und bitteren Abschluss dieser Bundesliga-Saison. Inzwischen hat der 1. FC Union Berlin bestätigt, dass der Torhüter vor der Sommerpause nicht mehr zur Verfügung steht.
In der offiziellen Mitteilung ist die Rede von einer Muskelverletzung. Im Vorfeld waren aber schon konkretere Informationen durchgesickert: BILD hatte vermeldet, dass es sich um eine Adduktorenverletzung an der Innenseite des rechten Oberschenkels handelt.
Eine muskuläre Verletzung der Adduktoren ist in der Regel etwas schneller auskuriert als Verletzungen größerer Muskelgruppen. Die durchschnittliche Ausfallzeit bei einem Muskelfaserriss liegt gemäß LigaInsider-Daten bei 23 Tagen. Größere strukturelle Verletzungen können allerdings im Schnitt auch bis zu 51 Tage benötigen. Während diese Spielzeit für Rønnow gelaufen ist, ist also zunächst mal davon auszugehen, dass der Däne zumindest gesund in die nächste Saison starten kann.
Interessant wird es aktuell vielmehr bei seiner Vertretung: Carl Klaus, normalerweise dritter Keeper, feierte persönlich ein gutes Bundesliga-Debüt. Es zeichnet sich ab, dass er mindestens am kommenden Wochenende gegen den 1. FC Köln (Samstag, 15:30 Uhr) noch mal gefordert sein wird.
Die etatmäßige Nummer zwei, Matheo Raab, könnte allerdings möglicherweise ebenfalls noch einmal eingreifen. Nach seinem Bänderriss in der Hand ist er bereits seit einigen Wochen wieder auf dem Platz im individuellen Training. Zuletzt konnte man ihn am 17. April zudem mit einer unterstützenden Schiene an der Hand sehen, die jedoch Teilbewegungen zulassen dürfte, sodass eine gewisse Belastung bereits möglich sein könnte. Außerdem ist zu erkennen, dass die Schiene keinen kompletten Support für das Handgelenk bietet, sodass die Verletzung möglicherweise tatsächlich direkt die Hand betrifft, nicht das Handgelenk, und eine gewisse Eingrenzung damit ermöglicht.
Bänderverletzungen der Hand kommen nicht so häufig vor, sodass uns keine ausreichenden Daten für eine tagesgenaue Prognose vorliegen. Zudem gibt es verschiedene Verletzungsszenarien, die sehr unterschiedliche Ausfallzeiten nach sich ziehen können. Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass kein operativer Eingriff kommuniziert wurde, weshalb die Schwere der Verletzung im Rahmen zu sein scheint und möglicherweise keine Instabilität der betroffenen Strukturen oder Gelenke bestand.
Eine Rückkehr ins Mannschaftstraining könnte dadurch innerhalb von sechs bis acht Wochen möglich sein. Bisher beläuft sich Raabs Ausfallzeit auf etwas mehr als sechs Wochen. Daher wird man in den nächsten beiden Wochen genau beobachten müssen, ob der Keeper wieder vollständig teilnimmt und in den letzten Saisonspielen eine Option sein könnte.
Ob er dann auch Klaus ablöst, ist aber nicht sicher, nachdem dieser seine Qualität bei seiner Bewährungsprobe unter Beweis gestellt hat.

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