©Getty Images/LigaInsiderVerletzungssorgen im Bayern-Tor: Prognose und Ersatz
Nach den Verletzungen von Manuel Neuer, Jonas Urbig und Sven Ulreich spitzt sich die Lage zwischen den Pfosten dramatisch zu. In der laufenden Saison war die Hierarchie klar geregelt, doch nun fallen binnen kürzester Zeit gleich mehrere Torhüter aus. Nun muss der Verein händeringend Lösungen finden, um die kommenden Wochen – allen voran das Rückspiel in der Champions League gegen Atalanta B.C. – personell zu überstehen.
Manuel Neuer (39)

Das Lazarett im Tor ist prominent besetzt. Kapitän Manuel Neuer laboriert seit knapp anderthalb Wochen an einem Muskelfaserriss in der Wade. Bei einer durchschnittlichen Ausfallzeit von rund 32 Tagen wird er wohl erst nach der Länderspielpause wieder eine Option für das Tor sein. Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen bestätigte Cheftrainer Vincent Kompany diese Einschätzung.
Jonas Urbig (22)

Jonas Urbig fehlt seit fünf Tagen aufgrund einer Gehirnerschütterung (die durchschnittliche Dauer beträgt etwa 12 Tage), konnte jedoch bereits wieder ein leichtes individuelles Training absolvieren. Für das Atalanta-Rückspiel am Mittwoch wird es ein Wettlauf gegen die Zeit. „Hoffentlich ist es schon im Laufe der nächsten Woche“, äußerte sich Kompany unter der Woche zu einem möglichen Comeback von Urbig. Sollte die medizinische Abteilung grünes Licht geben, wäre er die logische Wahl für das Tor in den kommenden Partien.
Sven Ulreich (37)

Sven Ulreich wird neuerdings vermisst. Der Torwart zog sich am vergangenen Wochenende im Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen einen Muskelbündelriss in den Adduktoren zu. Während die durchschnittliche Ausfalldauer bei dieser Verletzung bei etwa 48 Tagen liegt, prognostiziert die BILD eine Pause von mindestens sechs Wochen. Damit ist das Saison-Aus für den Routinier zwar noch nicht besiegelt, er wird jedoch definitiv nicht bei den kommenden Spielen einspringen können.
Leon Klanac (19)

Das Lazarett wird durch Leon Klanac komplettiert, der bereits seit über drei Monaten an einer Oberschenkelverletzung leidet. Da der Zeitpunkt seiner Rückkehr weiterhin unbekannt ist, fällt er als Notlösung weg.
Leonard Prescott (16)

Das erst 16-jährige Torwart-Juwel ist derzeit die Notlösung der Notlösung. Sollte Urbig ausfallen, würde Prescott wohl im Spiel gegen Atalanta B.C. sein Profidebüt feiern. Der Youngster saß bereits beim Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen auf der Bank. Rein nach der Logik der Hierarchie wäre er demnach die nächste Alternative.
Jannis Bärtl (19)

Der aktuelle Torhüter der zweiten Mannschaft, der den verletzten Leon Klanac in der Regionalliga Bayern ersetzt, rückt durch die Ausfälle automatisch in den Fokus. Zwar bewies er zuletzt in der vierten Liga gute Reflexe, doch die Champions League wäre logischerweise ein gewaltiger Sprung ins kalte Wasser. Jannis Bärtl würde bei einem Ausfall von Urbig im Spiel gegen Atalanta wohl zunächst auf der Bank Platz nehmen.
Eines ist bei der Torwart-Not an der Säbener Straße klar: Der FC Bayern muss diesen Engpass mit maximaler Improvisation auffangen. Während man laut dem kicker Jonas Urbig gründlich durchcheckt und fit bekommen möchte, steht die Defensive vor der Aufgabe, den Druck vom jeweils eingesetzten Torwart so gut wie möglich fernzuhalten. Die Tatsache, dass ein Teenager beim FC Bayern in einem K.-o.-Spiel der Königsklasse zum Einsatz kommen könnte, verdeutlicht die historische Dimension dieser Verletzungswelle.
Was denkt ihr? Muss Bayern bei Urbig das Risiko eingehen oder sollte man dem jungen Prescott das Vertrauen schenken?
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