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Entwarnung nach Verletzung: Haaland- Rückkehr absehbar©Getty/LigaInsider

Martel-Transfer: Vorbereitung auf Sano-Abgang?

Eric Martel zum 1. FSV Mainz 05 – der Transfer ist deutlich mehr als nur ein einfacher Ersatz für Kaishu Sano. Dieser Artikel zeigt ziemlich klar, warum der Neuzugang zwar möglicherweise dieselbe Position bekleidet, spielerisch aber ein komplett anderes Profil mitbringt.

Bereits der direkte Vergleich zwischen Sano und Martel macht deutlich, wie unterschiedlich beide die Sechser-Position interpretieren. Gegen den Ball bringen beide ähnliche physische Voraussetzungen mit: laufstark, aggressiv, robust im Zweikampf. Doch im Ballbesitz trennen sie Welten.

 

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Kaishu Sano bringt enorm viel Intensität und Vertikalität ins Zentrum. Besonders stark ist der Japaner bei Ballbehauptung, progressiven Läufen und Dribblings. Er gewinnt nicht nur Bälle, sondern trägt sie oft selbst dynamisch nach vorne. Dazu kommen starke Werte bei Interceptions und Zweikämpfen. Sein Spiel ist aggressiv, laufstark und raumgreifend – allerdings teilweise auch etwas hektischer und weniger kontrolliert im Aufbau. Im Passspiel und in der strategischen Spielsteuerung bringt Sano nicht dieselbe Ruhe wie Martel mit.

 

Eric Martel interpretiert die Rolle deutlich kontrollierter. Seine größten Stärken liegen bei erfolgreichen Pässen, Klärungsaktionen sowie in der defensiven Stabilität. Er agiert ruhiger am Ball, hält seine Position disziplinierter und sorgt für Struktur im Aufbau. Im Vergleich zu Sano fehlt ihm allerdings etwas die Dynamik im Progressionsspiel. Martel erzeugt weniger Raumgewinn über Dribblings oder Läufe, bringt dafür aber mehr Kontrolle, Ordnung und Balance ins Zentrum.

 

Martel als ,,Deep-Lying-Playmaker"?

Genau deshalb wäre Martel wohl kein Eins-zu-eins-Ersatz für Sano – sondern vielmehr ein Hinweis auf eine mögliche Weiterentwicklung des Mainzer Spiels.

 

Denn spannend wird der Blick auf die zweite Grafik. Dort ist Martel zwar zentral im Mittelfeld eingezeichnet, allerdings in einer Rolle, die auch als Hybridposition interpretiert werden kann. Und genau hier könnte der eigentliche Plan von Mainz liegen.

 

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Die Grafik deutet an, wohin sich der 1. FSV Mainz 05 unter Urs Fischer entwickeln könnte – und warum Eric Martel dabei weit mehr als nur ein gewöhnlicher Neuzugang wäre. Obwohl Martel nominell auf der Sechs eingezeichnet ist, wirkt seine Position deutlich tiefer und verbindender als die eines klassischen Abräumers.

 

Das erklärt auch, warum ein Zusammenspiel mit Sano im Zentrum eher schwierig vorstellbar gewesen wäre. Beide würden ähnliche Zonen besetzen, ohne sich ideal zu ergänzen. Sano lebt vom aggressiven Verteidigen nach vorne, Martel braucht Ballkontakte und Struktur. Die Balance im Aufbau hätte darunter leiden können.

 

Sollte Sano Mainz tatsächlich verlassen, würde Martel die Position also nicht identisch übernehmen – sondern eher neu interpretieren. Mainz bekäme einen weniger kompromisslosen Abräumer, dafür aber mehr spielerische Kontrolle und Qualität im ersten Aufbau. Mit Amiri und Nebel davor hätte Mainz zwei sehr offensive, kreative Spieler zwischen den Linien. Beide profitieren enorm von einem absichernden und gleichzeitig spielstarken Zentrumsspieler hinter ihnen. Dennoch kann man hier zurecht die Frage stellen, ob Martel die großen Fußstapfen von Sano füllen kann. Sein antizipatives Verteidigen, ist nicht auf dem Level Sanos und könnte zu mehr Anfälligkeiten gegen Kontersituationen führen.

 

Mainz holt keinen Ergänzungsspieler

Klar scheint außerdem: Martel dürfte kaum nach Mainz wechseln, um nur Rotationsspieler zu sein. Nach vier Jahren beim 1. FC Köln und zuletzt klarer Führungsrolle wäre der Wechsel auch ein Schritt mit klarer sportlicher Perspektive. Sein Profil, seine Flexibilität und sein Alter machen ihn zu einem Spieler, um den herum Mainz mittelfristig ein neues Zentrum aufbauen könnte.

 

Die beiden Grafiken unterstreichen diesen Eindruck perfekt: Sano steht eher für Intensität und Defensive und Dribblings, Martel für Struktur, Physis und eine gewisse Spielkontrolle über ein sauberes Passspiel. Genau deshalb könnte dieser Transfer nicht nur personell spannend werden – sondern auch taktisch ein Fingerzeig dafür sein, wie sich Mainz 05 künftig weiterentwickeln möchte.

 

Prognose

Martels Spielzeit ist im Wesentlichen davon abhängig, was mit Sano passiert. Ich vermute, dass die Mainzer aber klar mit einem Abgang des Japaners planen. Dann dürfte Martel auf viel Spielzeit kommen. Ich prognostiziere in diesem Fall 2000-2400 Minuten von möglichen 3000. Sollte Sano wider Erwarten bleiben, wäre eine Kombination beider nur möglich durch eine sehr unwahrscheinliche Systemumstellung oder Martels Einsatz als permanenter Innenverteidiger. Grundsätzlich erfüllt er das Profil, welches Urs Fischer gerne in der Mitte hat. Zuletzt machten sich die Mainzer allerdings auch stark für einen Verbleib von Stefan Posch.

 

Denkt ihr das veränderte Profil, führt zu einer mehr spielerischen Ausrichtung im Mittelfeld der Mainzer oder ist Martel eher in der Innenverteidigung geplant?

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