Can Uzun wird auch das letzte Länderspiel der Türkei in dieser Abstellungsperiode verpassen. Nachdem der Offensivspieler von Eintracht Frankfurt bereits gegen Belgien aufgrund von Oberschenkelproblemen nicht im Kader gestanden hatte, fällt er laut BILD auch für die Partie gegen Italien am Montagabend (20:45 Uhr) aus.
Grund zur größeren Sorge besteht bei den Hessen offenbar dennoch nicht. Dem Bericht zufolge handelt es sich bei Uzuns Pause in erster Linie um eine Vorsichtsmaßnahme. Sowohl die Eintracht als auch der 20-Jährige selbst gehen aktuell davon aus, dass er für das kommende Bundesliga-Spiel bei RB Leipzig am Samstag (18:30 Uhr) wieder zur Verfügung steht. Schon zuvor soll Uzun wieder vollständig ins Mannschaftstraining einsteigen können.
Für Trainer Adi Hütter wäre das mit Blick auf seine Offensivplanung eine gute Nachricht – gleichzeitig dürfte sich damit aber auch eine schwierige Personalfrage stellen: Der Coach plant in Leipzig erneut mit einer Dreierkette. Dieses System hatte Frankfurt bereits beim bislang einzigen Bundesliga-Sieg der Saison, dem 3:1 beim 1. FSV Mainz 05, gewählt.
Sollte Hütter an dieser Grundordnung festhalten, spricht einiges dafür, dass Nnamdi Collins nach seiner Rückkehr gemeinsam mit Robin Koch und Lilian Brassier die Dreierkette bildet. Collins hatte zuletzt nach seiner Einwechslung gegen Freiburg sowie im Testspiel gegen Eintracht Braunschweig wieder Spielpraxis gesammelt.
Auf der rechten Schiene wäre Ansgar Knauff eine naheliegende Option. Der 24-Jährige empfahl sich beim Test gegen Braunschweig mit einem Treffer und einer Vorlage, während Elias Baum auf dieser Position in der bisherigen Saison noch nicht nachhaltig überzeugen konnte. Ritsu Doan wäre ebenfalls als Schienenspieler denkbar. BILD rechnet mit dem Japaner allerdings eher in einer offensiveren Rolle.
Damit würden für Jonathan Burkardt, Uzun, Younes Ebnoutalib und Doan voraussichtlich nur drei Plätze bleiben. Hütter selbst hatte die Varianten bereits erklärt: „Wir haben zwei Zehner und zwei Stürmer, die alle Nationalspieler sind. Das wird die große Frage sein, ob wir mit einer Spitze und zwei Zehnern oder mit zwei Spitzen und einem Zehner spielen. Das wird vom Gegner abhängig sein.“
Wer letztlich weichen müsste, ist aktuell schwer abzusehen. Burkardt dürfte nach dem bisherigen Saisonverlauf gute Karten besitzen. Ebnoutalib reist als Frankfurts bester Scorer und nach seinem Nationalmannschaftsdebüt mit zusätzlichem Rückenwind zurück, saß beim Mainzer Erfolg im Dreierkettensystem allerdings zunächst auf der Bank. Doan bringt wiederum ein anderes Profil als die übrigen Offensivkräfte mit.
Auch Uzun hat trotz seiner aktuellen Oberschenkelprobleme bereits gezeigt, welchen Einfluss er auf das Frankfurter Spiel haben kann. Sollte er – wie erwartet – rechtzeitig fit werden, dürfte Hütter vor dem Duell in Leipzig somit weniger ein Qualitäts- als vielmehr ein Auswahlproblem haben.
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