Borussia Dortmund könnte in der kommenden Saison häufiger auf eine ungewöhnliche Besetzung der Schienenpositionen setzen. Im Testspiel gegen den Tokyo FC (1:0) ließ Cheftrainer Niko Kovač Maximilian Beier auf der linken und Daniel Svensson auf der rechten Seite auflaufen.
Vor allem die Rolle von Svensson kam überraschend, da der Schwede normalerweise auf der linken Außenbahn zu Hause ist. Gegenüber den Ruhr Nachrichten erklärte Kovač, dass hinter der seitenverkehrten Aufteilung eine klare taktische Idee steckte.
„Wenn man auf der rechten Seite mit dem linken Fuß und auf der linken Seite mit dem rechten Fuß spielt, hat man ständig die Möglichkeit, den Ball nach innen zu dribbeln“, erläuterte der BVB-Coach. Dadurch könne seine Mannschaft das Zentrum überladen, das Spiel verlagern und den Gegner auf der gegenüberliegenden Seite auseinanderziehen.
Da Dortmund laut Kovač nicht über die klassischen Wingbacks verfüge, die ihre Stärken hauptsächlich im direkten Eins-gegen-eins entlang der Außenlinie haben, müsse der Bundesligist andere Lösungen finden. Die Variante mit Svensson und Beier habe ihm dabei durchaus zugesagt: „Es hat ganz gut funktioniert. Das hat mir gefallen, und es ist auch eine Idee für die Zukunft.“
Für die rechte Schiene bleibt Julian Ryerson grundsätzlich die erste Wahl. Der Norweger bereitete in der vergangenen Bundesliga-Saison 15 Treffer vor und dürfte, sofern er dem BVB erhalten bleibt und fit ist, gesetzt sein. Kovač’ neuer Ansatz eröffnet ihm jedoch eine zusätzliche Möglichkeit für den Fall, dass Beier und Svensson gemeinsam beginnen sollen.
Dann könnte Svensson auf die rechte Seite wechseln, während Beier die linke Schiene übernimmt. Die nächste Gelegenheit, diese Variante erneut zu testen, bietet sich Dortmund im Testspiel am 9. August gegen den Arsenal FC.
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