Bilal Nadir (22) hat an diesem Samstag die große Chance, sich für eine nachhaltige Rolle in der Elf des Hamburger SV zu positionieren. Er übernimmt den Posten, der durch den langfristigen Ausfall von Stammspieler Nicolai Remberg frei geworden ist.
Vor dem Anpfiff des Bundesliga-Spiels gegen den VfB Stuttgart erläuterte Merlin Polzin seine Gedanken hinter der Entscheidung. „Bilal hat aufgrund seiner Erfahrung aus Frankreich genau diese Drucksituationen schon gemeistert, sowohl in einer anspruchsvollen Liga als auch in einem anspruchsvollen System“, erklärte der HSV-Trainer hinsichtlich des im Sommer aus Marseille gekommenen Mittelfeldakteurs.
Die Aggressivität gegen den Ball, seine „Balleroberungsmentalität“, soll Hamburgs Spiel guttun. Gleichzeitig könne Nadir andere Spieler mit seinem „Füßchen“ gut in Szene setzen. „Deshalb ist es ein gutes Gesamtpaket, auch wenn es eine neue Rolle für ihn ist“, so Polzin.
Vom Profil her wäre im Prinzip Kofi Amoako ein naheliegender Kandidat als Remberg-Ersatz. Polzin sieht beim aus Dresden gekommenen 21-Jährigen aber noch Themen, was sich gut an der (mangelnden) Einsatzzeit in den vergangenen Wochen ablesen lässt.
Hamburgs Chefcoach geht damit allerdings ehrlich um. „Wir haben mit ihm offen kommuniziert, an welchen Dingen er arbeiten muss.“ Und es ist nicht so, dass es nicht vorwärtsgehen würde. „Er hat es sowohl im Testspiel gegen Kopenhagen als auch gegen Hoffenheim, als Finisher von der Bank, extrem gut gemacht“, lobte Polzin die Entwicklung.
Auch gegen Stuttgart winkt die „Finisher“-Rolle: „Um über 90 Minuten gegen eine Champions-League-Mannschaft zu bestehen, brauchen wir alle Jungs. Da zählt er dazu.“
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