Benedict Hollerbach hat beim 1. FSV Mainz 05 den nächsten wichtigen Schritt auf dem Weg zurück zu alter Stärke gemacht. Nach seinem Achillessehnenriss erzielte der 25-jährige Stürmer beim 3:4 gegen Bayer 04 Leverkusen seinen ersten Bundesliga-Treffer seit der schweren Verletzung. Damit unterstrich er seine Ambitionen, im Mainzer Angriff künftig wieder eine größere Rolle einzunehmen.
Hollerbach hatte sich Ende Januar beim Auswärtssieg gegen RB Leipzig verletzt und anschließend monatelang an seinem Comeback gearbeitet. Nach ersten Einsätzen für die U23 und einem 16-minütigen Bundesliga-Comeback gegen Eintracht Frankfurt sammelte er während der Länderspielpause weitere Spielpraxis. Beim 3:0-Testspielsieg gegen Waldhof Mannheim gelang ihm bereits ein Treffer, ehe er nun auch gegen Leverkusen erfolgreich war.
Sportdirektor Niko Bungert zeigte sich gegenüber der Allgemeinen Zeitung entsprechend zufrieden mit der Entwicklung des Angreifers. „Er ist extrem engagiert. Er ist in jedem Training mit 120 Prozent da, hat auch beim Testspiel in Mannheim ordentlich Meter geschrubbt“, lobte der Funktionär.
Auch körperlich nähert sich Hollerbach zunehmend seinem früheren Leistungsniveau. „Er ist nahe dran an seiner hundertprozentigen Form, wir sind happy, dass er wieder da ist“, erklärte Bungert, der sich durch die Rückkehr des 25-Jährigen zusätzliche Möglichkeiten für die Offensive verspricht.
Ein unmittelbarer Startelfplatz dürfte allerdings noch außer Reichweite liegen. Phillip Tietz und Sheraldo Becker präsentieren sich derzeit in starker Verfassung und haben im Mainzer Angriff die Nase vorn. Hollerbach könnte sich daher zunächst mit Ransford Königsdörffer um die Rolle als erste Einwechseloption duellieren.
Hoffnung macht dem Angreifer dabei auch seine Entwicklung unter Trainer Urs Fischer. Nachdem er unter dessen Vorgänger Bo Henriksen als alleinige Sturmspitze nur selten zur Geltung gekommen war, fand Hollerbach in der Rolle als hängende Spitze zunehmend besser ins Spiel. Vor seiner Verletzung gelangen ihm bereits ein Treffer gegen Union Berlin und eine Vorlage gegen den VfL Wolfsburg.
Mit seinem Tor gegen Leverkusen hat Hollerbach nun ein weiteres Argument geliefert, um sich im Konkurrenzkampf zurückzumelden. Bis zu einem möglichen Stammplatz dürfte es zwar noch ein Stück dauern, doch die Voraussetzungen für mehr Einsatzzeit verbessern sich zunehmend.
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