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Entwarnung nach Verletzung: Haaland- Rückkehr absehbar©Getty/LigaInsider

Theate-Ausfall: Wer rückt in den Fokus?

Nach der Verletzung von Arthur Theate im Training wollen wir einen Blick darauf werfen, welche Auswirkungen sein Ausfall auf Eintracht Frankfurt hat – und welche Optionen Trainer Albert Riera nun zur Verfügung stehen.

 

Der Klub teilte mit: „Arthur Theate hat im heutigen Mannschaftstraining eine Knieverletzung erlitten. Der 25-jährige Verteidiger wird bis auf Weiteres ausfallen.“

 

Da die genaue Diagnose noch aussteht, geben wir vorerst keine Prognose zur Dauer des Ausfalls ab.

 

Was Frankfurt ohne Theate verliert

Mit Theate fällt nicht nur ein Stamm- und Führungsspieler aus, sondern der einzige etablierte Linksfuß unter den Innenverteidigern. Diese Komponente ist strukturell wichtig, vor allem im Aufbau über die linke Seite. Theate kommt in dieser Bundesliga-Saison auf eine Passquote von 90 Prozent, spielt 10,03 progressive Pässe pro 90 Minuten und bringt 1,4 progressive Läufe pro Partie ein – Werte, die seine Rolle als linker Aufbauspieler unterstreichen.

 

Defensiv zeigt sich allerdings ein differenzierteres Bild: 53 Prozent gewonnene Zweikämpfe und nur 38 Prozent gewonnene Luftduelle (Platz 71 von 73 gelisteten Bundesliga-Innenverteidigern mit relevanter Einsatzzeit) verdeutlichen, dass seine Stärken weniger im Kopfballspiel liegen.

 

Mit seinem Ausfall verliert Frankfurt vor allem Struktur im Aufbau und Linksfuß-Balance, nicht primär Dominanz im Luftzweikampf.

 

Ersatzkandidaten im Überblick

Aurèle Amenda (22)

 

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Amenda bringt ein deutlich anderes Profil mit. Mit 63 Prozent gewonnenen Zweikämpfen und starken 74 Prozent gewonnenen Luftduellen ist er statistisch klar robuster im direkten Duell – besonders in der Luft. Mit 1,94m Körpergröße bringt er zudem physische Präsenz mit, die gegen bestimmte Gegner entscheidend sein kann.

 

Im Aufbau ist er konservativer unterwegs: 6,71 progressive Pässe pro 90 Minuten und kein einziger progressiver Lauf in 604 Bundesliga-Minuten zeigen, dass er weniger Risiko im Ballvortrag sucht. Seine Quote bei langen Pässen von 60,87 Prozent ist jedoch solide.

 

Für das anstehende Spiel gegen Gladbach – mit dem kopfballstarken Haris Tabaković (1,96m, zehn Saisontore, vier per Kopf) – spricht viel für Amenda als direkten Theate-Ersatz. Seine Stärke im Luftzweikampf könnte hier zum entscheidenden Faktor werden.

 

Nnamdi Collins (22)

 

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Collins ist athletisch der explosivste Kandidat (Top-Speed 34,8 km/h). Defensiv liegt er mit 57 Prozent gewonnenen Zweikämpfen im soliden Bereich, gewinnt 58 Prozent seiner Luftduelle und bringt mit 10,78 defensiven Aktionen pro 90 Minuten eine hohe Aktivität mit.

 

Im Aufbau ist er progressiv orientiert: 8,95 progressive Pässe und 1,22 progressive Läufe pro 90 Minuten zeigen, dass er durchaus in der Lage ist, das Spiel nach vorne zu treiben. Allerdings ist er ebenfalls Rechtsfuß, was die Linksfuß-Problematik nicht löst.

 

Collins verfügt mit 17 Startelfeinsätzen (1.573 Minuten) über deutlich mehr Spielpraxis als Amenda (7 Einsätze, 746 Minuten), was ihn vor allem in Szenarien interessant macht, in denen Spieltempo und Absicherung gegen schnelle Angreifer im Vordergrund stehen.

 

Fousseny Doumbia (20)

Doumbia ist der einzige weitere Linksfuß im Kader der Eintracht. Zwar trainiert er seit Saisonbeginn regelmäßig bei den Profis und stand wettbewerbsübergreifend sechsmal im Spieltagskader, zu einem Pflichtspieleinsatz kam es bislang jedoch nicht.

 

Mit 47 Einsätzen für die U21 (Regionalliga Südwest / Hessenliga) bringt er solide Entwicklungsschritte mit, gilt intern als athletischer, beweglicher Verteidiger mit guter Grunddynamik. Sein Passspiel befindet sich allerdings noch in der Entwicklung. Ein Einsatz käme einem Sprung ins kalte Wasser gleich und erscheint aktuell unwahrscheinlich – gehört aber der Vollständigkeit halber zur Betrachtung.

 

Objektiver Profilvergleich: Wer ersetzt was am besten?

Theate steht für Spielaufbau, Spielkontrolle und progressive Ballzirkulation. Diese Qualitäten kann aktuell keiner der Kandidaten eins zu eins ersetzen – vor allem nicht mit dem linken Fuß.

 

Amenda hingegen bietet die größte defensive Stabilität im direkten Duell und in der Luft. Gerade gegen einen kopfballstarken Gegner wie Borussia Mönchengladbach wirkt er als der naheliegendste Ersatz.

 

Collins bringt mehr Dynamik und progressive Elemente ins Spiel, löst aber weder das Linksfuß-Thema noch bringt er die Kopfballstärke Amendas mit. Im ballbesitzintensiven Spiel der Frankfurter unter Riera könnte er dennoch relevant sein.

 

Entscheidend dürfte daher die gegnerische Spielweise sein. Gegen physische Zielspieler (kommender Spieltag: Haris Tabaković) spricht viel für Amenda, gegen schnelle Tiefenläufer könnte Collins interessanter werden.

 

Einordnung für die kommenden Wochen

Kurzfristig deutet vieles darauf hin, dass Amenda neben Robin Koch beginnen dürfte – vor allem mit Blick auf Gladbachs Offensivprofil. Sollte Theate länger ausfallen, wird die Besetzung jedoch stärker vom jeweiligen Gegner abhängen.

 

Frankfurt verliert mit Theate eine strukturelle Konstante im Aufbau, gewinnt mit Amenda jedoch an Luftpräsenz. Es ist weniger eine Frage der Qualität als vielmehr der Profilverschiebung.

 

Wie Riera diese Balance interpretiert, dürfte maßgeblich für die defensive Stabilität der kommenden Wochen sein. Mit Gladbach, Bayern, Freiburg, St. Pauli und Heidenheim stehen in den nächsten fünf Spielen unterschiedliche Aufgaben an.

 

Wen seht ihr als den besseren Theate-Ersatz bei Eintracht Frankfurt?

 

Nächste Spiele

Mittleres Programm
leicht (11)schwer (21)

Basis: Vorsaison

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