VAR-Analyse: Diese Klubs profitierten am meisten
Der Video Assistant Referee (VAR) hat auch in der Bundesliga-Saison 2025/26 wieder mehrfach entscheidend ins Spielgeschehen eingegriffen. Ob Strafstoß, Tor oder Platzverweis – zahlreiche Szenen wurden nach einer Überprüfung am Bildschirm korrigiert oder bestätigt. Die LigaInsider-Auswertung zeigt dabei nicht nur, in welchen Situationen der VAR besonders häufig gefragt war, sondern auch, welche Klubs im Saisonverlauf vergleichsweise oft von den Eingriffen profitierten oder auf der anderen Seite Entscheidungen gegen sich hinnehmen mussten.
Strafstöße bleiben das Kerngeschäft des VAR
Mit deutlichem Abstand griff der VAR am häufigsten bei Strafstoßsituationen ein. Insgesamt 40 Elfmeter wurden nach einer Überprüfung zugesprochen und machen diese Kategorie mit Abstand zur größten der Auswertung.
Bayern München, Borussia Mönchengladbach und der VfB Stuttgart führen die Statistik mit jeweils vier zugesprochenen Elfmetern an. Dahinter folgen Borussia Dortmund, Eintracht Frankfurt, die TSG Hoffenheim, Mainz 05, der FC St. Pauli, Werder Bremen und der VfL Wolfsburg mit jeweils drei positiven Entscheidungen. Das unterstreicht, wie regelmäßig der VAR gerade bei Strafraumszenen ins Geschehen eingriff.
Nachträglich anerkannte Tore bleiben die Ausnahme
Während Strafstoßkorrekturen beinahe zum Bundesliga-Alltag gehören, griff der VAR bei Torentscheidungen deutlich seltener zugunsten der angreifenden Mannschaft ein. Insgesamt wurden lediglich zehn Treffer nach einer Überprüfung doch noch anerkannt oder bestätigt.
Einzig der VfL Wolfsburg profitierte in dieser Kategorie gleich doppelt. Bayer Leverkusen, Bayern München, Borussia Mönchengladbach, Eintracht Frankfurt, Freiburg, Hoffenheim, Köln und Union Berlin kommen jeweils auf einen anerkannten Treffer. Gerade diese Szenen besitzen häufig besondere Brisanz, weil sie nicht nur das Ergebnis verändern, sondern oftmals auch den gesamten Spielverlauf beeinflussen.
Acht Elfmeter wurden nach Überprüfung zurückgenommen
Der VAR sprach jedoch nicht nur Strafstöße zu, sondern korrigierte Entscheidungen auch zugunsten der verteidigenden Mannschaften. Insgesamt acht zunächst gegebene Elfmeter wurden nach Ansicht der Videobilder wieder zurückgenommen.
Am stärksten betroffen war Bayer Leverkusen, das als einziger Klub gleich zwei aberkannte Strafstöße hinnehmen musste. Borussia Dortmund, Borussia Mönchengladbach, der Hamburger SV, Hoffenheim, St. Pauli und der VfB Stuttgart folgen mit jeweils einem Fall.
Rote Karten nach Videostudium
Auch bei Platzverweisen spielte der VAR eine Rolle. Insgesamt acht Rote Karten wurden erst nach einer Überprüfung der Bilder ausgesprochen.
Auffällig ist dabei vor allem die gleichmäßige Verteilung: Bayern München, Borussia Mönchengladbach, Freiburg, der Hamburger SV, Hoffenheim, Köln, Mainz 05 und Werder Bremen sind jeweils einmal vertreten. Eine Häufung bei einzelnen Vereinen lässt sich in dieser Kategorie somit nicht erkennen.
Der Hamburger SV ist der einzige Verein, der aufgrund einer korrigierten roten Karte vom VAR profitierte. Im Nordderby am 30. Spieltag, nahm Dr. Florian Exner seine Entscheidung zurück, nachdem er am Bildschirm die Szene erneut anschaute und beließ es bei Gelb für Bakery Jatta. Die Hamburger verloren dennoch in Unterzahl, da Philip Otele zuvor bereits vom Platz flog.
Gladbach fällt auf – Wolfsburg trotz Abstiegs Spitzenreiter
Über alle positiven VAR-Kategorien hinweg stechen zwei Vereine besonders hervor. Borussia Mönchengladbach profitierte gleich viermal von einem nachträglich zugesprochenen Strafstoß und zusätzlich von einem anerkannten Treffer. Die Fohlen gehören damit zu den auffälligsten Profiteuren der Saison.
Noch etwas besser fällt die Bilanz des VfL Wolfsburg aus. Drei zugesprochene Strafstöße und zwei nachträglich anerkannte Tore bedeuten ligaweit die meisten positiven VAR-Entscheidungen. Umso bemerkenswerter ist der Blick auf die Abschlusstabelle: Trotz dieser Unterstützung durch den VAR mussten die Niedersachsen den Gang in die 2. Bundesliga antreten.
Anders als bei den positiven VAR-Entscheidungen gibt es auf der negativen Seite keinen klaren Ausreißer. Bayer Leverkusen, Borussia Mönchengladbach, der Hamburger SV und die TSG Hoffenheim kamen jeweils auf zwei nachteilige VAR-Eingriffe und teilen sich damit den ligaweiten Höchstwert. Insgesamt zeigt sich, dass aberkannte Strafstöße und nachträglich ausgesprochene Rote Karten deutlich gleichmäßiger auf die Bundesligisten verteilen als die positiven VAR-Entscheidungen.
Fazit
Die Zahlen zeigen eindrucksvoll, dass Strafstoßentscheidungen weiterhin den größten Teil der VAR-Eingriffe ausmachen. Nachträglich anerkannte Tore und Rote Karten bleiben dagegen vergleichsweise selten, können für den Ausgang einer Partie aber ebenso entscheidend sein.
Auffällig ist zudem, dass sich die Auswirkungen des VAR über eine gesamte Saison hinweg bei den meisten Vereinen weitgehend ausgleichen. Lediglich Bayer Leverkusen und der Hamburger SV wiesen unter dem Strich eine leicht negative VAR-Bilanz auf. Insgesamt spricht die Auswertung dennoch dafür, dass der Video-Assistent langfristig nur selten einen deutlichen Vorteil oder Nachteil für einzelne Klubs erzeugt – auch wenn einzelne Fehlentscheidungen oder besonders spielentscheidende Szenen davon selbstverständlich ausgenommen bleiben.
Für Fantasy-Manager lohnt sich der Blick auf diese Entwicklung besonders. Ein zugesprochener oder aberkannter Strafstoß, ein anerkanntes Tor oder ein Platzverweis können innerhalb weniger Minuten erhebliche Auswirkungen auf die Punkteausbeute haben. Gleichzeitig macht die Auswertung deutlich, dass zahlreiche positive VAR-Entscheidungen keineswegs automatisch zu einem insgesamt besseren Ergebnis führen – der Bundesliga-Absteiger VfL Wolfsburg liefert dafür das wohl eindrucksvollste Beispiel der Saison 2025/26.
Kommentare
KommentierenDerneueSpoDivonBorussia · 14:12 · Antworten ·
da geht es nur noch im die Show! wird mir viel zu politisch!
WalterFrosch27 · 13:40 · Antworten ·
bei der WM profitiert vor allem die FIFA MAFIA durch fragwürdige Entscheidungen. Kein Messi Rot, Rot für Balogun aufgehoben, Paraguay ohne Gelbe vs Frankreich. Leute, die diesen korrupten Sumpf nicht sehen, sind wirklich naiv hoch 10 oder trollen.
ASC Baumfäller · 13:24 · Antworten ·
Komische Aussage, der VAR belohnt fast nur, wenn hier nirgends aufgelistet wird, wie viele Elfmeter gegen ein Team verteilt wurden.