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Top-Elf-Prog­no­se: SC Freiburg im Check

08.06.2026 - 13:52 | Gemeldet von: Kristian Dordevic | Autor: Kristian Dordevic

Während hinter den Kulissen die Kaderplanungen für die neue Spielzeit auf Hochtouren laufen, halten wir euch auf LigaInsider wie gewohnt mit unseren prognostizierten Top-Elf-Aufstellungen der Bundesligisten auf dem Laufenden.

Das Prinzip unserer Prognosen bleibt dabei unverändert: Wir zeigen euch die aus unserer Sicht beste Formation eines Klubs – grundsätzlich unabhängig von körperlichen Blessuren. Nur wenn ein verletzter Spieler voraussichtlich mehr als die komplette Hinrunde verpasst, könnte es gut sein, dass wir ihn für die Top-Elf nicht berücksichtigen.

Da sich auf dem Transfermarkt kontinuierlich etwas tut, versteht sich von selbst, dass es sich hierbei um dynamische Prognosen handelt. Sobald es wichtige Kaderänderungen gibt, werden die Aufstellungen und die dazugehörigen Artikel fortlaufend aktualisiert.

In diesem Check richten wir den Fokus auf die voraussichtliche Formation des SC Freiburg. Die Breisgauer werden auch in der kommenden Saison international vertreten sein und in der Europa Conference League antreten. Entsprechend dürfte die Mehrfachbelastung erneut Einfluss auf die Bundesliga-Aufstellungen haben. Einen großen Umbruch erwarten wir im Kader allerdings nicht. Auf vielen Positionen setzt Freiburg weiterhin auf bewährtes Personal – lediglich auf wenigen Stellen sind neue Gesichter zu erwarten. Auf einer Schlüsselposition wird es allerdings definitiv eine Veränderung geben: Im Tor beginnt ein neues Kapitel.

Torwart: Der millionenschwere Nachfolger


Top-Elf: Mio Backhaus (22)
Der neue Mann zwischen den Pfosten heißt Mio Backhaus. Für den 22-Jährigen überwiesen die Freiburger satte 12 Millionen Euro an den SV Werder Bremen – eine Summe, die bereits erahnen lässt, welche Rolle für ihn vorgesehen ist. Backhaus ist die neue Nummer eins und bringt dafür beste Voraussetzungen mit.

Vorstand Jochen Saier erklärte bei der Verpflichtung: „Mio hat in seiner ersten Bundesliga-Saison eindrucksvoll nachgewiesen, auf welchem hohen Niveau er spielen kann. Seine ruhige und konzentrierte Art kann anstecken.“ Darüber hinaus betonte Saier, dass der Schlussmann „alle Facetten des Torwartspiels“ beherrsche und noch viel Entwicklungspotenzial mitbringe.

Die Freiburger investieren selten ohne Überzeugung in dieser Größenordnung. Alles deutet darauf hin, dass Backhaus langfristig das Gesicht einer neuen Torhüter-Generation im Breisgau werden soll.

Abwehr: Kontinuität und (neue) alte Bekannte


Rechter Außenverteidiger: Philipp Treu (25)
Treu bringt genau das Gesamtpaket mit, das in Freiburg geschätzt wird. Der Außenverteidiger ist laufstark, verfügt über ein ordentliches Grundtempo und kann auch Englische Wochen ohne sichtbaren Leistungsabfall absolvieren.

Hinzu kommen seine Variabilität und sein solides Aufbauspiel. Ob als klassischer Außenverteidiger oder in offensiverer Rolle – Treu liefert konstant ab, ohne unnötige Risiken einzugehen. Im Vergleich zu vielen anderen Freiburger Außenverteidigern bringt er zudem technische Qualitäten im Eins-gegen-eins mit.

Bemerkenswert ist auch seine Entwicklung abseits des Platzes. Intern übernimmt Treu zunehmend Verantwortung und entwickelt sich immer stärker in Richtung Führungsspieler. Auch diese Mentalität macht ihn für Julian Schuster so wertvoll.

Rechter Innenverteidiger: Matthias Ginter (32)
An Matthias Ginter führt weiterhin kein Weg vorbei. Der Routinier fühlt sich in Freiburg zu Hause und vieles deutet darauf hin, dass er seinen Vertrag verlängern wird. Sportlich befindet sich der Weltmeister von 2014 gefühlt noch immer in einer seiner besten Phase.

Nach dem 3:0-Erfolg gegen Celta Vigo in der Europa League fand Trainer Schuster beispielhaft besonders deutliche Worte: „Ich habe ihm persönlich auch gesagt, wie er heute gespielt hat: Besser geht es nicht.“ Besonders beeindruckt zeigte sich der Coach davon, wie Ginter seine Mitspieler mitzieht und der gesamten Mannschaft Stabilität verleiht.

Diese Führungsrolle dürfte er auch in der kommenden Saison innehaben.

Linker Innenverteidiger: Philipp Lienhart (29)
Auch Lienhart bleibt grundsätzlich gesetzt. Der Österreicher bildet gemeinsam mit Ginter weiterhin eines der am besten eingespielten Innenverteidiger-Duos der Bundesliga.

Komplett sorgenfrei dürfte er mit Blick auf seinen Stammplatz allerdings nicht mehr sein. Max Rosenfelder bringt enorme Anlagen mit und hat mehrfach angedeutet, welches Potenzial in ihm steckt. Das große Problem des Talents waren bislang die wiederkehrenden Verletzungen.

Sollte Rosenfelder über mehrere Monate fit bleiben, könnte er sich im Saisonverlauf zunehmend aufdrängen. Gerade durch die zusätzliche Belastung in der Europa Conference League dürften beide Innenverteidiger auf viele Einsatzzeiten kommen. Zum jetzigen Zeitpunkt hat Lienhart allerdings weiterhin die Nase vorn.

Linker Außenverteidiger: Berkay Yılmaz (21)
Auf der linken Seite könnte sich einer der spannendsten internen Konkurrenzkämpfe entwickeln. Vieles spricht dafür, dass Rückkehrer Yılmaz den nächsten Schritt gehen soll. Der 21-Jährige hat sich während seiner Leihe beim 1. FC Nürnberg hervorragend entwickelt. Sportdirektor Klemens Hartenbach lobte insbesondere die Mischung aus „offensivem Einschalten und defensiver Verantwortung“.

Für Jordy Makengo wird die Situation dadurch kompliziert. Mit Yılmaz und Vereinsikone Christian Günter verfügt Freiburg neben ihm über zwei weitere Linksverteidiger. Zudem kann auch Philipp Treu problemlos auf die linke Seite ausweichen. Entsprechend ist sogar ein Wechsel Makengos derzeit als wahrscheinliches Szenario in Betracht zu ziehen (womöglich übergangsweise, falls Günter in absehbarer Zeit aufhört).

Yılmaz bringt dagegen genau das Profil mit, das Freiburg künftig auf dieser Position sehen möchte. Es wäre gerade beim Sport-Club keine Überraschung, wenn er als Gewinner aus dieser Konstellation hervorgehen würde.

Mittelfeld: Zwischen Konstanz und Neuanfang


Defensives Mittelfeld: Maximilian Eggestein (29)
Im Freiburger Mittelfeld gibt es einen Fixpunkt, über den nicht diskutiert werden muss: Maximilian Eggestein. Trainer Schuster schwärmte erst im April wieder in höchsten Tönen von seinem Dauerbrenner. „Maxi hat die körperlichen Voraussetzungen und er tut unglaublich viel dafür, um auf dem Platz zu stehen“, erklärte der Coach. Besonders hervor hob er Eggesteins Spielintelligenz und dessen Fähigkeit, Situationen bereits mit wenigen Blicken zu erfassen.

Der 29-Jährige verbindet die Mannschaftsteile miteinander, genießt innerhalb des Teams enormes Ansehen und ist sowohl sportlich als auch menschlich einer der wichtigsten Spieler im Freiburger Kader.

Zentrales Mittelfeld: Rihito Yamamoto (24) | Alternativen: Neuzugang, Johan Manzambi (20)
Yamamoto wirkt wie ein klassischer Freiburg-Transfer. Der Japaner kommt aus Belgien und ist in Deutschland bislang noch weitgehend unbekannt, bringt aber viele Eigenschaften mit, die perfekt zum Profil der Breisgauer passen. Der 24-Jährige ist ein laufstarker Box-to-box-Spieler, arbeitet enorm viel gegen den Ball und überzeugt durch seine Spielintelligenz. Mit Ball wirkt er kreativer als Eggestein, ohne dabei seine defensiven Aufgaben zu vernachlässigen.

Gleichzeitig ist Yamamoto ein anderer Spielertyp als Johan Manzambi. Während der Schweizer deutlich offensiver orientiert ist, interpretiert der Neuzugang die Position ausgewogener. Da Manzambis Zukunft derzeit offen und ein Wechsel möglich ist, könnte Yamamoto schnell eine zentrale Rolle einnehmen. Sollte Freiburg auf dem Transfermarkt allerdings noch einmal qualitativ nachlegen, könnten die Karten auf dieser Position durchaus neu gemischt werden.

Offensives Mittelfeld: Yuito Suzuki (24)
Suzuki hat sich im Verlauf seiner ersten Saison im Breisgau nahezu unverzichtbar gemacht. Der Japaner bringt Dynamik, Technik, Pressingstärke und Kreativität mit – Eigenschaften, die im Freiburger Offensivspiel enorm wichtig sind.

Aufgrund der Belastung in drei Wettbewerben erhielt er gerade in der Bundesliga trotzdem nicht jede Woche einen Startelfeinsatz. Sobald es jedoch um die stärkste Formation ging, war Suzuki meist gesetzt. Sollte Manzambi tatsächlich wechseln, würde seine Bedeutung noch einmal deutlich steigen. Dann dürfte Suzuki endgültig zum Herzstück der Freiburger Offensive werden.

Angriff: Erfahrung trifft auf Entwicklungspotenzial


Rechter Flügel: Niklas Beste (27) | Alternative: Neuzugang
Beste benötigte etwas Anlaufzeit, steigerte sich im Saisonverlauf jedoch kontinuierlich. Seine Bilanz von zwei Toren und acht Vorlagen in 47 Pflichtspielen wirkt auf den ersten Blick ausbaufähig, spiegelt seinen tatsächlichen Einfluss aber nur bedingt wider. In Freiburg wird Einsatzbereitschaft traditionell hoch bewertet – und genau dort punktet Beste enorm. Dennoch bleibt die Position nicht völlig unangreifbar. Offensiv wäre perspektivisch durchaus noch etwas mehr Output wünschenswert.

Spannend wird die Entwicklung auf dem Transfermarkt. Der gehandelte Wilfried Gnonto wäre ein spektakulärer Transfer für Freiburger Verhältnisse. Da der Italiener flexibel auf beiden Flügeln sowie im Sturmzentrum eingesetzt werden kann, wäre er aber nicht zwingend nur ein direkter Konkurrent von Beste. Zudem benötigen Neuzugänge im Breisgau meist etwas Eingewöhnungszeit. Beste bleibt daher zunächst die wahrscheinlichste Lösung auf dem rechten Flügel.

Linker Flügel: Vincenzo Grifo (33) | Alternative: Derry Scherhant (23)
Grifo wird weiterhin eine zentrale Rolle spielen. Vieles deutet darauf hin, dass auch sein Vertrag verlängert wird. Seine Bedeutung für den Klub bleibt ungebrochen. Gleichzeitig läuft im Hintergrund bereits die nächste Entwicklungsstufe. Scherhant erhielt in der Rückrunde deutlich mehr Einsatzzeit als noch im ersten Saisonabschnitt und dürfte seinen Anteil am Spiel weiter erhöhen. Der zehn Jahre jüngere Offensivspieler wird immer stärker an die Mannschaft herangeführt. Noch liegt Grifo vorn, doch Scherhant könnte im Laufe der Saison zunehmend Druck aufbauen.

Stürmer: Igor Matanović (23)
Bei Matanović zeigt die Formkurve klar nach oben. Der Angreifer hat sich im Freiburger System inzwischen hervorragend zurechtgefunden und wirkt auch abseits des Platzes komplett angekommen. Sportlich passt sein Profil immer besser zu den Anforderungen der Mannschaft. Er verbindet Physis mit Laufstärke und arbeitet intensiv gegen den Ball. Gleichzeitig entwickelte er zuletzt deutlich mehr Torgefahr. Sofern kein überraschender Wechsel erfolgt, gehen wir fest davon aus, dass Matanović zur Stammelf gehören wird.

Fazit


Der SC Freiburg bleibt sich auch in der kommenden Saison weitgehend treu. Große Umbrüche sind nicht zu erwarten, stattdessen setzt der Klub weiterhin auf Kontinuität, Entwicklung und gezielte Verstärkungen. Die Belastung durch die Europa Conference League wird zwar erneut für Rotation sorgen, am grundsätzlichen Gerüst der Mannschaft dürfte sie jedoch wenig ändern.

Die größte Veränderung findet im Tor statt: Mit Backhaus verpflichteten die Breisgauer einen neuen Stammkeeper. Auch auf der linken Abwehrseite könnte sich mit Yılmaz ein junger Spieler dauerhaft etablieren, während die erfahrenen Kräfte um Ginter, Lienhart und Treu weiterhin das Rückgrat der Defensive bilden.

Im Mittelfeld richtet sich der Fokus vor allem auf Yamamoto. Der Japaner bringt viele Eigenschaften mit, die perfekt zum Freiburger Fußball passen. Gleichzeitig bleibt abzuwarten, wie sich die Situation um Manzambi entwickelt. Sollte der Schweizer den Verein verlassen, dürfte Yamamotos Bedeutung sofort deutlich steigen.

In der Offensive setzt Freiburg auf eine interessante Mischung aus Erfahrung und Entwicklungspotenzial. Grifo bleibt ein Fixpunkt, während Scherhant immer mehr beitragen könnte. Suzuki hat das Zeug zum zentralen Kreativspieler der Mannschaft und Matanović scheint endgültig bereit zu sein für eine Stammrolle. Das Fundament für eine weitere erfolgreiche Saison im oberen Tabellendrittel wirkt jedenfalls ausgesprochen stabil.

Wir freuen uns über eure Unterstützung


Zum Schluss noch ein wichtiger Hinweis: Unsere Top-Elf-Prognosen entstehen nicht losgelöst von der Community. Eure Kommentare, eure Einschätzungen und eure Argumente liefern uns regelmäßig wertvolle Denkanstöße, die wir in unsere Prognosen einfließen lassen.

Daher seid jetzt auch ihr gefragt: Kann Backhaus die großen Fußstapfen seines Vorgängers direkt ausfüllen? Traut ihr Yılmaz den Durchbruch auf der linken Seite zu und wie würdet ihr die Situation um Manzambi bewerten? Diskutiert mit uns in den Kommentaren!

Du kennst dich nicht nur bestens rund um den Verein aus, sondern analysierst das Geschehen auf dem Platz quasi auch rund um die Uhr? Dann melde dich gerne bei uns und bewirb dich als Experte unter folgender E-Mail: „experte@ligainsider.de“. Sollte es matchen, winkt dir ein Status-Upgrade in der App. Mit einem Vereinsbadge ausgestattet, könnten zum Beispiel Beiträge von dir direkt unter den Aufstellungen hervorgehoben werden.

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Quelle: LigaInsider

Kommentare

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ekhymosis · 14:15 · Antworten ·

Ogbus, der in der RR an Rosenfelder vorbeigezogen ist und den verletzten Lienhart gut vertreten hat, hätte sich auch eine Erwähnung verdient, finde ich.

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Tobias · 14:31 · Antworten ·

Rosenfelder ist schon noch vor Ogbus, wenn er fit ist. Das ist halt die Frage, inwieweit er eine fitte Saison spielt.

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BrunoOgboss · 14:01 · Antworten ·

Beste könnte ein guter Call für nächste saison werden, dauerbrenner und die scorer haben auch ordentlich zugenommen gegen Ende

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Yps · 15:26 · Antworten ·

"Ordentlich zugenommen", der Mann hat 1 Tor und 0 Vorlagen in den letzten 13 Bundesligaspielen. In der EL 3 Scorer gegen ein überfordertes Vigo und sonst auch nur 2 Vorlagen.