Sticker-Sperre: Kettemann nennt Optionen
Vor dem Relegations-Rückspiel gegen den VfL Wolfsburg muss der SC Paderborn 07 eine wichtige Personalfrage lösen. Nach der Gelb-Roten Karte von Jonah Sticker in der Nachspielzeit des Hinspiels (0:0) fällt der linke Schienenspieler gesperrt aus – und Trainer Ralf Kettemann scheint sich bei dessen Ersatz noch nicht festgelegt zu haben.
Auf der Pressekonferenz vor dem Rückspiel zählte Kettemann gleich mehrere Optionen auf. Unter anderem brachte er dabei auch Niklas Mohr ins Spiel, der vor rund einem Jahr noch in der Oberliga aktiv war: „Jetzt überlegen wir, ihn einzusetzen im Relegationsspiel um die Bundesliga.“ Gleichzeitig machte der SCP-Coach deutlich, dass es weniger um fußballerische Qualität als um Selbstvertrauen gehe: „Dafür wäre es hilfreich, wenn er selber versteht, wie gut er ist.“
Daneben nannte Kettemann auch Mattes Hansen, Ruben Müller sowie Nick Bätzner als mögliche Lösungen für die linke Seite. Gerade Bätzner würde laut dem Trainer eine „sehr offensive Variante“ darstellen.
Resthoffnung bei Obermair
Komplett vom Tisch scheint zudem auch ein überraschendes Comeback von Raphael Obermair noch nicht zu sein. Der Stammspieler fehlt dem SCP seit April aufgrund eines Achillessehnenanrisses, könnte für das Rückspiel nun aber zumindest theoretisch nochmal zum Thema werden.
„Die Chance ist nicht groß, aber es gibt eine minimale Resthoffnung“, erklärte Kettemann. Entscheidend seien die nächsten Trainingseinheiten und die Reaktion des Körpers auf die Belastung. Risiko wolle man dabei allerdings keines eingehen. Sollte Obermair die Einheiten gut vertragen, traut ihm der Trainer sogar direkt eine Rolle von Beginn an zu: „Wenn er ein gutes Gefühl hat, wieso nicht.“
Hoffmeier vor emotionalem Comeback
Besonders emotional wurden Kettemanns Aussagen dagegen bei Marcel Hoffmeier. Der Innenverteidiger hatte sich Ende August 2025 im Spiel gegen den 1. FC Nürnberg einen Kreuzbandriss zugezogen.
Zwar sei Hoffmeier laut Kettemann noch keine Option für 90 oder gar 120 Minuten, dennoch zeigte sich der Trainer begeistert vom Zustand und Einfluss des 26-Jährigen. „Hoffi ist ready“, erklärte Kettemann und schwärmte anschließend ausführlich von dessen positiver Art innerhalb der Mannschaft: „Ich weiß nicht, ob ich einen positiveren Menschen kenne als ihn.“
Der SCP-Coach beschrieb Hoffmeier dabei nicht nur als sportlich wertvollen Spieler, sondern auch als emotionale Identifikationsfigur für Verein und Fans. Entsprechend groß wäre die Geschichte eines möglichen Einsatzes: „Es wäre natürlich eine der rundesten Geschichten, wenn er morgen vielleicht in der 93. Minute nach einem Eckball aus dem Rückraum das 1:0 schießt.“
Kommentare
Kommentierenekhymosis · 12:46 · Antworten ·
Sollte Obermair nicht starten können, klarer Schwachpunkt LM.