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Thioune kündigt mutigen Wer­der-Ansatz an

15.05.2026 - 18:29 | Gemeldet von: Thorben Lorenzen | Autor: Thorben Lorenzen

Für den SV Werder Bremen geht es tabellarisch am letzten Bundesliga-Spieltag gegen Borussia Dortmund (Samstag, 15:30 Uhr) zwar um nichts mehr, abschenken will Trainer Daniel Thioune die Partie deshalb aber keinesfalls. Der Coach kündigte auf der Pressekonferenz vor dem Saisonfinale an, erneut mit voller Ernsthaftigkeit an die Aufgabe heranzugehen. Überraschungen sind trotzdem möglich.
 
„Morgen ist kein Schaulaufen“, stellte Thioune klar. Niemand werde Einsatzzeit erhalten, „weil er noch versucht, irgendwo etwas zu erreichen“ – etwa im Hinblick auf den Transfermarkt oder die WM im Sommer. Stattdessen wolle Werder „noch mal ein gutes Bild abgeben“.
 

Werder plant erneut flexible Herangehensweise


Auch taktisch deutete der Bremer Übungsleiter Anpassungen an den Gegner an. In den vergangenen Wochen habe man immer wieder situativ auf unterschiedliche Systeme reagiert und versucht, die eigenen Stärken bestmöglich einzubringen.
 
Mit Blick auf Dortmunds strukturierte Ballbesitzspielweise kündigte Thioune an, erneut Lösungen gegen die hohe Präsenz auf der letzten Linie finden zu wollen. Vieles deutet dabei auf eine mutigere Herangehensweise hin. „Vielleicht ein bisschen mutiger im Ansatz, weil es jetzt nicht mehr ganz so viel zu verlieren gibt, sondern nur zu gewinnen“, erklärte der Coach.
 
Eine klare Spiegelung der Dortmunder Dreierkette stellte Thioune dabei nicht in Aussicht. Vielmehr gehe es darum, die Räume sauber zu kontrollieren und positionsspezifische Aufgaben klar zu definieren.
 
Die Tendenz geht erneut in Richtung Viererkette, wobei ein situatives Abkippen von Senne Lynen möglich erscheint, „um das Ganze defensiv zu kontrollieren“.
 

Keine Geschenke zum Saisonabschluss


Trotz des gesicherten Klassenerhalts will Thioune zum Abschluss der Saison keine Startelfplätze verschenken. Dennoch ließ der Trainer durchblicken, dass es durchaus kleinere Überraschungen geben könnte – sowohl taktisch als auch personell. „Für morgen behalten wir uns noch ein paar Überraschungen vor“, sagte Thioune.
 
Bis auf die Langzeitverletzten und Maximilian Wöber wird lediglich Yukinari Sugawara definitiv fehlen. Der Außenverteidiger wurde nach seiner Roten Karte gegen die TSG Hoffenheim zuletzt bereits vorzeitig in den „Urlaubsmodus“ geschickt.

Quelle: Pressekonferenz

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