Polanski mit deutlicher Ansage an Machino
Shuto Machino blickt bei Borussia Mönchengladbach bislang auf eine schwierige erste Saison zurück. Vor dem abschließenden Bundesliga-Spiel gegen die TSG Hoffenheim äußerten sich Cheftrainer Eugen Polanski und Sportdirektor Rouven Schröder am Donnerstag ausführlich zur Situation des Angreifers – und machten dabei deutlich, dass sie sich mehr vom japanischen Nationalspieler erhoffen.
Machino kam in seiner Premierensaison überwiegend als Joker zum Einsatz und stand lediglich neunmal in der Startelf. Während ihm in der Hinrunde immerhin drei Tore und eine Vorlage gelangen, blieb der 26-Jährige in der Rückrunde bislang ohne Scorerpunkt. Zuletzt stand er beim 1:3 gegen den FC Augsburg von Beginn an auf dem Platz, konnte dabei jedoch keine Akzente setzen (LigaInsider-Note 5,0).
„Ich würde mir bei Shuto eine andere Leistung wünschen“, erklärte Polanski offen. Man habe sowohl auf als auch neben dem Platz intensiv mit dem Offensivspieler gearbeitet. Gleichzeitig verwies der Gladbach-Coach auch auf die besonderen Umstände rund um Machinos Start in Mönchengladbach.
Polanski verweist auf schwierige Anfangsphase
Der Angreifer sei spät und verletzt nach Gladbach gekommen und habe dadurch praktisch keine Vorbereitung absolviert. Zudem habe zunächst die sprachliche Integration gefehlt. Polanski griff in diesem Zusammenhang auch kulturelle Unterschiede auf und erklärte, dass asiatische Spieler oft zurückhaltender auftreten würden als europäische Profis.
Trotzdem machte der Trainer klar, dass die Entwicklung auch vom Spieler selbst kommen müsse. Hoffnung ziehe man unter anderem aus Machinos bisherigem Karriereverlauf. „Dieses zweite Jahr von Shuto war immer deutlich besser als das erste“, erklärte Polanski. Entscheidend sei nun, dass der Japaner selbst unzufrieden mit seiner aktuellen Situation sei und sich verbessern wolle.
„Brust raus und zeigen, was man kann“
Auch Schröder stellte sich grundsätzlich hinter den Angreifer. „Shuto hat eine Riesenqualität“, betonte der Sportdirektor. Gleichzeitig müsse sich Machino stärker bewusst machen, welches Potenzial in ihm steckt.
Bei der KSV Holstein sei der Offensivspieler noch unumstrittener Leistungsträger gewesen, bei Gladbach sei die Konkurrenzsituation deutlich größer. „Manchmal hat man das Gefühl, dass er sich gar nicht bewusst ist, was er kann“, sagte Schröder und appellierte an den Nationalspieler: „Brust raus und zeigen, was man kann.“
Kommentare
KommentierenKalle Riedle · 17:11 · Antworten ·
Man würde sich bei Polanski auch eine andere Leistung wünschen
Bernd S. (Schalke Ultra) · 17:08 · Antworten ·
Er hatte leider von Anfang an keine Chance da Kickbase Guido ihn zu Saisonbeginn lange im Team hatte