Hecking hofft auf „freien Kopf“ bei Amoura
Beim VfL Wolfsburg ist die Suspendierung von Mohamed Amoura vor dem Spiel gegen den FC St. Pauli aufgehoben. Trainer Dieter Hecking erklärte die Sanktionsmaßnahmen nach den Handgreiflichkeiten im Training zwar offiziell für beendet („Für mich ist die Sache abgehakt“), sieht bei seinem Schützling aber tiefgreifendere Probleme.
WM-Traum sorgt für Blockade
Hecking lieferte gegenüber der AZ/WAZ eine psychologische Erklärung für die sportliche Talfahrt des Angreifers, der seit Februar ohne Torerfolg ist. „Er will zur WM, merkt aber, dass es nicht ganz so rund läuft. Daraus entsteht eine gewisse Unzufriedenheit“, so der 61-Jährige. Laut Hecking setzt sich Amoura selbst zu stark unter Druck, was zu den jüngsten Spannungen und Leistungsschwankungen geführt habe.
Trotz der Versöhnung deutet vieles darauf hin, dass Amoura am Samstag zunächst nur die Joker-Rolle bleibt. Da die Mannschaft gegen Bayern (0:1) ohne ihn eine „Top-Antwort“ gezeigt hat, ist er in der Anfangsformation derzeit entbehrlich. Hecking sieht in ihm dennoch einen potenziellen Matchwinner für den Spielverlauf: „Wenn er den Kopf frei hat, kann er Spiele entscheiden“.
Disziplin als Grundvoraussetzung
Obwohl die Akte der vereinsinternen Eskapaden bei Amoura immer länger wird, betont Hecking die sportliche Bedeutung des Kaders im Kollektiv. „Beide können in den verbleibenden Spielen enorm wichtig für uns sein“, erklärte er mit Blick auf Amoura und Kevin Paredes. Voraussetzung für einen Einsatz sei jedoch, dass die Spieler im Training die erwartete Leistung und Disziplin zeigen, um den Klassenerhalt nicht zu gefährden.
Kommentare
KommentierenAmo84 · 12:29 · Antworten ·
Als ob Amoura sich nach der Suspendierung vom letzten we noch für Wolfsburg gerade machen würde. Hecking lebt auch in einer anderen Welt. Dazu ist das mehr als traurig wenn Hecking sein Trumpf jetzt Amoura sein soll.