Tella-Ausfall bringt Kofane neue Chance
Christian Kofane rückte bei Bayer 04 Leverkusen gegen den VfB Stuttgart (1:3) überraschend in die Startelf – und das aus ganz bestimmten taktischen Gründen. Cheftrainer Kasper Hjulmand erklärte nach der Partie, dass der Angreifer vor allem wegen seiner Tiefenläufe gefragt gewesen sei.
Hintergrund war der kurzfristige Ausfall von Nathan Tella, der aufgrund muskulärer Probleme passen musste. Die Werkself verlor damit einen Spieler, der normalerweise genau diese Dynamik hinter die gegnerische Abwehr einbringt.
„Mit Nathans Aus brauchten wir diese Möglichkeit“, erklärte Hjulmand auf der Pressekonferenz nach dem Stuttgart-Duell. Deshalb entschied sich der Coach für eine Doppelspitze mit Patrik Schick und Kofane.
Hjulmand sieht gute Ansätze
Der Trainer zeigte sich mit dem Ansatz trotz der Niederlage durchaus zufrieden. Besonders in der ersten Halbzeit habe Leverkusen mehrfach Räume hinter der Stuttgarter Defensive gefunden.
„Kofi hat heute gezeigt, wie schwierig das mit den Tiefenläufen ist“, sagte Hjulmand. Zwar habe man einige Situationen nicht sauber zu Ende gespielt, dennoch seien mehrere gefährliche Ansätze entstanden. „Drei, vier Situationen haben wir nicht als Großchance ausgespielt, aber die Möglichkeiten waren da“, erklärte der Leverkusen-Coach.
Insgesamt sei die Lösung mit den beiden Stürmern „eine gute Option“ gewesen.
Tella gegen HSV fraglich – aber Kofane auch
Ob Tella im letzten Bundesliga-Spiel der Saison gegen den Hamburger SV (Samstag, 15:30 Uhr) wieder zur Verfügung stehen wird, bleibt aktuell offen. „Wir hoffen und wir sehen es in der nächsten Woche, aber wir wissen es noch nicht“, erklärte Hjulmand.
Sollte Tella erneut ausfallen, könnte die Konkurrenz damit wieder eine größere Rolle im Offensivspiel der Werkself einnehmen. Allerdings handelte sich auch Kofane eine Blessur ein, die ihm einen Strich durch die Rechnung machen könnte: Schulterprobleme sorgten für seine vorzeitige Auswechslung gegen die Schwaben (78.). Gut möglich, dass er nun weichen muss.
So winkt Stand jetzt einem anderen Spieler, der zuletzt hinten dran war, eine Bewährungschance. Mit Ernest Poku würde beispielsweise ein ähnliches Profil wie Tella ins Leverkusener Spiel zurückkommen. Der abschlussstarke Malik Tillman, trotz der aktuell nicht allzu prominenten Rolle vor Kurzem von Hjulmand sehr gelobt, wäre eine andere Variante.
Kommentare
KommentierenMuffelkopf11 · 21:25 · Antworten ·
Della wir brauchen dich
LoddaKingArsch · 18:58 · Antworten ·
nichts gegen Kofi, den mag ich als Spielertyp, aber für das System, wo waren da denn gute Ansätze? oh man...
DP7 · 16:25 · Antworten ·
Hat ja gut geklappt 😂👍🏻