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Friedl zurück in Werder-Elf – auf welcher Position?

24.04.2026 - 13:52 | Gemeldet von: Kristian Dordevic | Autor: Kristian Dordevic

Bei all den personellen Problemen, mit denen der SV Werder Bremen im ganzen Saisonverlauf zu kämpfen hat, gibt es punktuell immer wieder mal Positives festzuhalten. Für die kommende Aufgabe wäre das etwa die Rückkehr von Marco Friedl. Führt die Personalsituation aber dazu, dass er statt der gewohnten nun womöglich eine ungeliebte Position einnehmen muss?
 
Im Gastspiel beim VfB Stuttgart (Sonntag, 15:30 Uhr) dürfte Friedl nach abgesessener Gelb-Sperre grundsätzlich einen Platz in der Startelf einnehmen, wie auch Coach Daniel Thioune im Vorgespräch zur Partie anmerkte.

Werder stabilisiert sich mit Viererkette


Ob er einen Platz im zuletzt bewährten Viererketten-System findet, scheint nicht in Stein gemeißelt zu sein. Es könnte sich insbesondere dann die Frage nach einer Dreierkette stellen, falls Werder weitere Verluste hinnehmen muss. Ein Ausfall des angeschlagenen Justin Njinmah könnte eine solche Kettenreaktion bewirken.

Viele Alternativen hat Thioune in der Offensive nicht. Samuel Mbangula steht parat, hat seinen Trainer in letzter Zeit aber anscheinend nicht überzeugen können. Zwei Partien ohne Einsatz in einer für Werder schwierigen Situation sind ein Beleg dafür.

Eine Umstellung des Systems auf eine Dreierkette mit Schienenspielern könnte einen denkbaren Njinmah-Ausfall kompensieren. So könnte Thioune mit Friedl, Amos Pieper und Karim Coulibaly drei starke Innenverteidiger aufs Feld bringen. Auch Niklas Stark ist wieder spielfähig.
 
Andererseits besteht bei einer Umstellung die Gefahr neuer Unsicherheiten. „Wir haben in unserem System sehr gut agiert“, weiß auch Thioune, der diese Frage jedoch auch gegnerabhängig entscheiden möchte.
 

Thioune spricht über positionsfremde Rolle


In der Grundordnung mit Viererkette böte sich eine Variante mit einem zusätzlichen nominellen Innenverteidiger an – und zwar in der Form, dass Friedl links außen verteidigt. Die Rolle hat der Österreicher in dieser Saison bereits ausgefüllt, wenn auch eher widerwillig. Das Zentrum ist ihm lieber.
 
„Wir haben ja schon gesehen, dass er in der Vergangenheit positionsfremd eingesetzt worden ist. Das darf man bei ihm auch nicht so ganz ausschließen“, ließ Bremens Trainer allerdings anklingen, dass sein Kapitän „wieder woanders unterwegs“ sein könnte.
 
In dieser Konstellation könnte Olivier Deman eins vorrücken und so die Lücke im offensiven Bereich schließen. Ähnlich wurde Felix Agu zuletzt bereits getestet.
 
Die bevorzugte Lösung ist, dass sich Thioune gar nicht erst Gedanken wegen eines Njinmah-Ausfall machen muss. Und an Friedls favorisierter Variante mit ihm im Abwehrzentrum besteht ebenfalls kein Zweifel.

Quelle: Pressekonferenz

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Maraxus · 14:03 · Antworten ·

Bitte kein LV