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Die Null als „Basis“: Ilzer schraubt an defensiver Sicherheit

17.04.2026 - 19:23 | Gemeldet von: Freddie Schulz | Autor: Freddie Schulz

Seit Mitte Februar (3:0 gegen Freiburg) hat die TSG 1899 Hoffenheim in der Bundesliga nicht mehr zu null gespielt. In den vergangenen drei Partien fingen sich die Kraichgauer neun Gegentore – zu viele, wenn man in die Champions League will. Welche Herangehensweise und Grundordnung wird im Topspiel gegen Borussia Dortmund wieder für mehr Stabilität sorgen?
 
Nach dem 0:5 in Leipzig kassierte die TSG zuletzt gegen Mainz und Augsburg jeweils zwei Treffer – eigentlich Gegner, die sich in ganz anderen Tabellenregionen aufhalten! Während Christian Ilzer gegen Mainz noch eine Viererkette ins Rennen schickte, war in Augsburg immer wieder eine Dreierkette erkennbar.
 
„Zu null ist die Basis für ein erfolgreiches Spiel, für einen Punktezuwachs. Das ist uns in letzter Zeit leider zu selten gelungen“, kommentierte der Trainer am Freitag. Seit dem 4:2 in Heidenheim wartet Hoffenheim auf einen Dreier. Dadurch sind die Badener auf Rang 6 in der Tabelle abgerutscht.
 
Vier Punkte ist die TSG inzwischen bereits hinter dem aktuellen Vierten aus Leipzig, der Platz, der sicher für die Champions-League-Qualifikation reicht. „Wir wollen uns ein guten Gefühl geben mit gewissen Dingen, die wir versuchen, durch Gespräche und Analysen herauszufinden, ohne zu sehr zu verkopfen. Man muss es mit kleinen Erfolgsmomenten im Training und im Spiel wieder zu so einer Selbstsicherheit hochschrauben“, so Ilzer.
 
Doch nun kommt ausgerechnet der Zweite aus Dortmund nach Sinsheim. Der BVB verlor in dieser Saison - außer in der Königsklasse – nur gegen die Bayern und Leverkusen.
 

Drohende Gelb-Sperren kein Thema für Ilzer


„Die Frage der Systematik: Es gibt immer eine Grundordnung, von der aus wir gewisse Probleme, die der Gegner anbietet, in Angriff nehmen und wodurch wir unsere Qualität ins Spiel bringen wollen“, sagt der TSG-Trainer.
 
Ilzer lässt meist aus einer ähnlichen Grundordnung agieren, für gewöhnlich ein leicht asymmetrisches Bild: Mit Ball schiebt Vladimir Coufal auf der rechten Seite (sehr offensiv) nach vorne. Egal, ob Albian Hajdari oder Bernardo links – diese Seite ist eher auf defensive Absicherung bedacht.
 
Im Mittelfeld lässt sich Leon Avdullahu dabei als erster Ballverteiler gerne zwischen die Innenverteidiger fallen. Davor rückt Kramarić (sofern er spielt) immer wieder ins Zentrum und gibt die rechte Außenbahn für Coufal und den jeweiligen Flügelspieler frei.

Ilzer sieht in seinem Spiel eher eine punktuelle Variabilität: „Es sind immer dynamische Veränderungen aus einer Grundordnung heraus. Da steht halt manchmal Dreierkette, manchmal Fünferkette, manchmal Viererkette. Aus einer Grundordnung heraus haben wir fast immer die gleiche Herangehensweise in der ganzen Saison und es nur in gewissen Phasen immer wieder anders gelöst.“

Dieses System hat Hoffenheim phasenweise schon in die Top drei der Bundesliga-Saison gespült. Zuletzt erinnerte die Anzahl der Gegentore aber an alte TSG-Zeiten. Drohende Gelbsperren für Avdullahu, Coufal, Hajdari, Robin Hranáč und Grischa Prömel spielen bei Ilzer im Übrigen keine Rolle bei der Entscheidung über seine Aufstellung.
 

Seit Mitte Februar nicht mehr ohne Gegentor


An der Grundhaltung des Österreichers wird sich nichts ändern. Mit gleichem Personal lassen sich verschiedene Varianten abbilden. Ein Spieler wie Hajdari, der innen wie außen spielen kann, gibt entsprechende Möglichkeiten.

Apropos: Vielleicht ist es außen (links) Zeit für einen neuen Startelfanlauf von Bernardo, der über weite Strecken der Saison eine Säule war. Hranáč, ein möglicher Tauschkandidat, hat zuletzt mit einem Treffer jedoch auch ein Argument für sich verbuchen können.
 
Mit wem auch immer: Am Samstag ab 15:30 Uhr startet die TSG den nächsten Versuch, erstmals seit Mitte Februar wieder zu null zu spielen.

Quelle: Pressekonferenz

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JayJayOkocha10 · 19:42 · Antworten ·

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