Schmidt: 2. Halbzeit gegen Leverkusen ist der Maßstab
Beim 1. FC Heidenheim deutet sich für das Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach (Samstag, 15:30 Uhr) eine Startformation an, die sich stark an der zweiten Halbzeit gegen Bayer 04 Leverkusen orientieren dürfte. Trainer Frank Schmidt machte auf der Pressekonferenz deutlich, dass genau diese Phase als Maßstab für die kommenden Wochen dienen soll.
„Die zweite Halbzeit gegen Leverkusen – so stelle ich mir das vor. So sind wir auch in der Lage, Punkte zu holen“, erklärte der Coach und betonte damit die Mischung aus defensiver Leidenschaft und offensiver Durchschlagskraft. Auch mit Blick auf den Saisonendspurt formulierte Schmidt klare Erwartungen: „Mein Anspruch ist es, die Saison wirklich mit diesem Eifer, diesen Tugenden und dieser Art und Weise, nach vorne zu spielen, zu beenden.“
Wechsel als möglicher Fingerzeig
Das 3:3 gegen Leverkusen lieferte dabei nicht nur inhaltlich, sondern auch personell Hinweise. Nach einem 0:2-Rückstand zeigte Heidenheim Moral, glich zunächst zum 2:2 aus, geriet erneut in Rückstand und kämpfte sich schließlich noch zum Punktgewinn. „Das zeigt auch, dass diese Mannschaft nicht aufgibt und bis zum Schluss alles versuchen wird“, so Schmidt.
Auffällig war vor allem der Einfluss der Einwechselspieler. Zur Halbzeit kamen bei 0:2-Rückstand Julian Niehues und Jonas Föhrenbach in die Partie und sorgten für mehr Stabilität und Energie. Später brachte Marvin Pieringer zusätzlichen Schwung ins Offensivspiel und avancierte mit zwei Treffern zum entscheidenden Faktor für die Aufholjagd.
Personalfrage mit klarer Tendenz
Für das Spiel in Gladbach spricht daher einiges dafür, dass Schmidt personell Anpassungen vornimmt und sich dabei an der erfolgreichen zweiten Halbzeit orientiert. Besonders im Mittelfeld ist die Ausgangslage eindeutig: Jan Schöppner fehlt gelbgesperrt, sodass Niehues gute Chancen hat, von Beginn an aufzulaufen.
Auch Föhrenbach und Pieringer dürften sich mit ihren Auftritten nachhaltig empfohlen haben. Gerade Pieringer könnte nach seinem Doppelpack in die Startelf rücken, während Föhrenbach eine Option für die Defensive bleibt.
Schmidt machte zudem deutlich, worauf es in den verbleibenden Partien ankommt: „Wir haben jetzt 14 Spiele nicht gewonnen. Da sollten wir nicht so viel nachdenken, sondern Leistung bringen wie in der zweiten Halbzeit gegen Leverkusen.“
Viel spricht somit dafür, dass Heidenheim sowohl in der Herangehensweise als auch in der personellen Besetzung versuchen wird, an jenen zweiten Durchgang anzuknüpfen.
Kommentare
KommentierenConte · 17:02 · Antworten ·
Gabs eine Info zur Torwartfrage?