Länderspielreise: Khedira mit wenig Regeneration
Union-Profi Rani Khedira hat sich in den vergangenen Tagen einen besonderen Wunsch erfüllt – und gleichzeitig eine echte Belastungsprobe hinter sich. Der 32-Jährige feierte sein Debüt für die tunesische Nationalmannschaft und stand sowohl beim 1:0 gegen Haiti (73 Minuten) als auch beim 0:0 gegen Kanada (70 Minuten) in der Startelf auf dem Platz.
Die Einsätze in Nordamerika hatten es jedoch in sich. Vor allem die ungewohnten Abläufe machten dem Mittelfeldspieler zu schaffen. „Wir mussten uns einfach den Gegebenheiten anpassen. Dadurch, dass wir beim FC Toronto trainieren, mussten wir auf eine spätere Uhrzeit ausweichen. Training war für mich gefühlt um 1 Uhr nachts, um 4 Uhr – also Ortszeit 23 Uhr gab es dann Abendessen“, schilderte Khedira die Situation.
Strapazen vor Rückkehr nach Berlin
Mit Blick auf das kommende Bundesliga-Spiel gegen den 1. FC St. Pauli (Sonntag, 15:30 Uhr) ist die Ausgangslage daher alles andere als optimal. Khedira wird frühestens am Donnerstag in Berlin zurückerwartet, die Regenerationszeit ist entsprechend knapp.
Jetlag und Belastung dürften beim Routinier nach einem solchen Reiseprogramm deutlich spürbar sein – zumal er diese Abläufe zuvor nicht gewohnt war. Die körperliche Herausforderung ist entsprechend hoch.
Baumgart dürfte auf Khedira setzen
Trotzdem spricht vieles dafür, dass Trainer Steffen Baumgart nicht auf seinen Führungsspieler verzichten wird. Khedira ist im zentralen Mittelfeld gesetzt, gibt Struktur und Stabilität – Qualitäten, auf die Union im Abstiegskampf kaum verzichten kann.
Es deutet daher alles darauf hin, dass der Routinier trotz der Strapazen auf die Zähne beißen und erneut in der Startelf stehen wird. Der Spieltermin am Sonntag verschafft ihm zumindest ein kleines Zeitfenster – und könnte am Ende den Ausschlag geben, dass er wieder von Beginn an aufläuft.
Kommentare
KommentierenBrennt das Boot? · 16:53 · Antworten ·
Meine Fresse wer spielt eigentlich überhaupt sicher am Wochenende. Sau nervig diese unnötigen Länderspielpausen...
Dinho · 16:13 · Antworten ·
Cool. Wissenslücke geschlossen, dachte immer die Khediras haben Iranische Wurzeln
Laris Korius · 15:55 · Antworten ·
Das ist ein Krieger. Der spielt.