Kwasniok vor dem Aus? Kessler lässt Trainerfrage offen
Das furiose 3:3 im Rheinderby lässt den 1. FC Köln in einer tiefen Krise zurück. Während die Mannschaft auf dem Platz Moral bewies, deutet abseits des Rasens immer mehr auf eine Trennung von Trainer Lukas Kwasniok hin, wie die BILD berichtet.
Kwasniok selbst ging im Interview mit DAZN in die Offensive. Er gab zu verstehen, dass ihm das Risiko seines Trainerdaseins bewusst sei: „Mir war es von Beginn an klar, dass es um den Klassenerhalt geht. Ich weiß, dass man dann dazu neigt, den Trainer gerne zu tauschen – egal wo auf dieser Welt.“
Gleichzeitig mahnte er zu mehr Ruhe im Verein und zog einen Vergleich zum SC Freiburg: „Ich glaube, dass die Vereine auf Dauer erfolgreich geworden sind, die einen anderen Weg gehen. Das würde dem 1. FC Köln guttun – auch wenn es deutlich herausfordernder ist als in Freiburg, Kontinuität an den Tag zu legen.“ Zum Abschluss schickte er eine Kampfansage an seine Kritiker: „Solange ich diese Power habe, muss erst mal jemand kommen, der mehr hat.“
In der anschließenden Pressekonferenz gab sich der 44-Jährige etwas ruhiger, aber dennoch bestimmt. Er wisse um seinen „tollen Job“ und bezeichnete es als „das Normalste auf der Welt“, dass man sich nun zusammensetze und die Lage analysiere. Er spüre jedoch weiterhin die volle Überzeugung innerhalb der Mannschaft.
Kessler noch unentschlossen, Analyse folgt
Direkt nach Abpfiff ordnete Kölns Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler gegenüber Sky die sportliche Ausgangslage ein. Er betonte zwar, dass die Qualität im Kader eigentlich für den Klassenerhalt reiche, schob jedoch unmissverständlich hinterher: „Jetzt haben wir leider eine längere Durststrecke. Deswegen muss man schon sagen, dass der Punkt heute zu wenig ist.“
Auf die auffällige Distanz beim Abklatschen mit Kwasniok angesprochen – beide würdigten sich keines Blickes –, wiegelte Kessler bei Sky zwar ab: „Das ist die Emotion kurz nach dem Spiel“, verweigerte dem Trainer aber ein Job-Bekenntnis für die anstehende Länderspielpause.
Angesprochen auf das nächste Spiel gegen Frankfurt sagte er: „Wir müssen das jetzt sachlich und rational analysieren. Die Erwartungshaltung waren klar drei Punkte. Ich werde auch noch in Ruhe darüber schlafen.“ Die Meinungsbildung ist vereinsintern somit noch nicht abgeschlossen.
Kommentare
KommentierenSpalttäter Gewort · 01:42 · Antworten ·
Bin echt untentschlossen. Einerseits kämpft die Manschaft und man hat nicht das Gefühl, dass Kwasniok das Problem ist, sondern eher die ganzen Verletzten und zuletzt auch einfach Pech mit Schiris und co. Andereseits kann man nach 2 Siegen aus 17 Spielen das Ding eben auch nicht sehenden Auges an die Wand fahren sondern muss irgendwann eingreifen.
Donnerwampe · 07:53 · Antworten ·
Sind sogar nur 2 Siege aus den letzten 18 Spielen, dazu seit nun 7 Spielen sieglos
Brennt das Boot? · 01:28 · Antworten ·
Leistungsmäßig kann man wahrscheinlich nicht viel rausholen aus dem Kader, aber die Diskussionen hat sich Quatschniok selbst zuzuschreiben mit seiner Präsentation in der Öffentlichkeit. Die Pressekonferenzen waren ja vogelwild teilweise.
KickbaseScout · 21.03.26 · Antworten ·
Finds eher bemerkenswert, was Kwasniok aus dem Rumpfkader rausgeholt hat. Außer Kaminski und Schwäbe + die 3 formabhängigen Ache, El Mala und Martel, hat der Rest doch kaum Buli Niveau. Sein größtes Problem ist seine eigene PR. Zu oft den Mund zu voll genommen, Entscheidungen nicht verständlich erklärt und auch mal Unwahrheiten erzählt. Das bricht ihm das Genick. Glaube nicht, dass er die Mannschaft verloren hat. Die geben ja Gas, können halt einfach nur nicht besser...
Rocketino · 08:25 · Antworten ·
Ich habe in dieser Saison wirklich viele live Spiele gesehen. Und ja, es ist die die Qualität die nicht reicht. Du hast einen Matchplan, Du spielst attraktiv, Du machst Tore, Du hältst gegen jeden mit, ABER Du bekommst es nicht nach Hause. Mal rutscht der Torwart in der 90igsten Weg, dann fliegen Spieler vom Platz, dann verschuldest Du unnötige Elfmeter oder liegst in einem Derby nach 29 Sekunden hinten. Natürlich kommen noch verletzte Spieler dazu und wirklich unwürdige Schiedsrichterentscheidungen. Du musst aber auch mit einem Niang gegen Dortmund starten, einen Kraus als rechten Verteidiger starten lassen oder einen Neumann (gestern bei allen 3 Gegentoren in der Nähe) aufbieten. Und wenn man über Kwasniok redet, muss man letztlich auch über Kessler sprechen, denn es gibt mit Sebulonsen einen rechten Verteidiger im Kader und mit Ache einen ligatauglichen Stürmer, der allerdings eine halbe Saison erst einmal aufgebaut werden musste. Ob dann Chavez im Winter die Lösung gewesen ist...
Käfersammler Wayne · 21.03.26 · Antworten ·
Die Truppe ist intakt. Das liegt nicht an dem Trainer. Ich würde mit dem sogar in die 2. Liga gehen. Den jetzt zu schmeißen wäre ein grßer Fehler.
Paulie Walnuts · 00:12 · Antworten ·
Es geht nicht darum, ob die Truppe intakt ist. Fußball ist einfach ein Ergebnissport. Und ich würde sogar so weit gehen, dass, wenn die Truppe intakt ist, aber es nicht schafft, die prognostizierten Ergebnisse zu bringen, dann isses für den Trainer sogar schlimmer. Denn was soll denn noch passieren? Wenn die Truppe intakt ist und die Ergebnisse nicht liefert, dann hast du ein Problem. Ansonsten könnte man argumentieren, er kriegt die Mannschaft noch hin und es wird bessere Ergebnisse geben.
Käfersammler Wayne · 06:45 · Antworten ·
Freiburg hat es damala vorgemacht mit Streich.. Klar die Ergebniss passen aktuell nicht so. Aber man darf auch nicht vergessen wo Köln herkommt. Es ist immernoch ein Aufsteiger und es wird ja schon so getan als wäre man abgestiegen. Was ja auch Quatsch ist
Guti14 · 08:01 · Antworten ·
Es ist nun mal ein Vorteil, den der SC sich geschaffen hat, dass das Umfeld normal ist im Vergleich zu vereinen wie Köln, Schalke etc.
Scip · 08:22 · Antworten ·
Mal ne andere Frage, weil die Floskel mich so aufregt. Welcher Sport ist eigentlich kein Ergebnissport?
Paulie Walnuts · 21.03.26 · Antworten ·
Wild, wenn deine Karriere auf der Meinung eines ehemaligen Ersatztorwarts beruht.
Dribbler66 · 21.03.26 · Antworten ·
Eigentlich mag ich Köln als Verein und die Fans ja, aber wie die seit Tag 1 mit dem Trainer umgehen ist wirklich ekelhaft. Nach jedem einzelnen Spiel wird der Trainer hinterfragt und bekommt die ganze Saison 0 Rückendeckung. Denken die, sie sind Man City oder was? Halber Kader ist die ganze Saison verletzt und die heulen rum, als ob sie Cl Ambitionen haben. Wenn sie ihn jetzt wirklich mal raus schmeißen gönn ich den Abstieg
Coach Magnus Carlsen · 21.03.26 · Antworten ·
Finde auch schwierig, dass Kwasniok - zumindest medial - so früh angezählt war. Zumal Köln ja immer ganz gut mitspielt. Aber bei 3 Punkten aus den letzten 7 Spielen verstehe ich auch, dass man irgendwann von außen eingreifen muss.
PreAssistKing · 21.03.26 · Antworten ·
Magnus, was ist deine Elo IRL?
Eric Carr · 21.03.26 · Antworten ·
Seh ich 100% genauso. Kommt dazu noch extrem unsympathisch rüber dieser Herr. K
PeteN55 · 21.03.26 · Antworten ·
Kwasniok ist einfach ein unterdurchschnittlicher Trainer. Richtiger Dampfplauderer
Dribbler66 · 21.03.26 · Antworten ·
Das war doch schon vor der Saison absolut lächerlich, wie die sich auf der Trainerposition verhalten haben und hat zu keinem Zeitpunkt aufgehört. Und was kann der Trainer bitte dafür, wenn er mit so einer 4er kette auflaufen muss, wo sich der 6er Kraus auch noch verletzt, der als Rv aushelfen sollte und stattdessen irgend ein Jugendspieler auf Rv ran muss und der bei allen Gegentoren nicht gut aussieht. Da sollten sich alle im Verein hinterfragen und nicht der Trainer, der spontan im Sommer gekommen ist. Die Leistung ist für den Kader und die Verletzungen immer noch mehr als gut finde ich
El Malasah · 21.03.26 · Antworten ·
Man hat in den letzten 14 Spielen oder so 2 Siege nur geholt. Natürlich wird da der Trainer infrage gestellt, was erwartest du?
Dribbler66 · 21.03.26 · Antworten ·
Dem Trainer wurde im Verlauf der gesamten Sasion keine Rückendeckung gegeben, obwohl man anfangs ja gesehen hat wie gut es laufen kann, dass ist das Problem. Der wird schon permanent zum Hund gemacht, obwohl der Kader beschissen ist und auch noch die Hälfte verletzt ist. Man hätte sich auch vor 10 Spieltagen zum Trainer beknennen können. Hätte ihm und der Manschaft bestimmt geholfen, aber wir werden ja sehen, wie sein Nachfolger performt
El Malasah · 01:38 · Antworten ·
Die Bilanz ist einfach verheerend und mit dem Kader sollte es definitiv möglich sein, den Klassenerhalt zu schaffen. Ob das mit Kwasniok zu schaffen ist, wo man eine katastrophale Rückrunde spielt wage ich zu bezweifeln
Bernd S. (Schalke Ultra) · 21.03.26 · Antworten ·
Denkt ihr es besteht nur der Hauch einer Chance dass jemand wie Rose, oder in der Größenordnung kommt? Das wäre schon wild
Vereinsloser Alonso · 21.03.26 · Antworten ·
„Mir war es von Beginn an klar, dass es um den Klassenerhalt geht..“ Nein lieber Lukas, war es dir wirklich nicht. Du hast zu Beginn eine Euphorie produziert, die du durch deine ständige Rotation und Positionsfremde Aufstellung kaputt gemacht hast. Viele Ausfälle - ja das stimmt, vor allem seit Dezember - aber ich finde dass dein Fußball sich zu schnell abgenutzt hat & dazu hast du selber leider beigetragen. Was ich stark finde ist die Einbindung neuer / junger Spieler - Aber leider findest du seit Wochen bzw Monaten keine Antworten mehr. Ein gutes Spiel gegen Hoffenheim oder Bayern bringt nichts - Punkte mussten her gegen Hamburg oder Gladbach.
Smilodon · 21.03.26 · Antworten ·
Also eure erwartungshaltung muss man mal verstehen Gegen gladbach müssen punkte her 😂 als ob ihr seit 5 jahre Bundesliga spielt und Europa league Platz wollt Seid doch froh wenn ihr nicht absteigt. Ihr spielt soliden fußball für einen aufsteiger
Vereinsloser Alonso · 21.03.26 · Antworten ·
Was bringt mir das, dass du sagst wir spielen soliden Fußball? Wir müssen punkten! Gegen direkte Konkurrenten und da gehört Gladbach und Hamburg nun mal dazu. Auch wenn die Gladbacher nominelle natürlich stärker sind
D. Villa · 21.03.26 · Antworten ·
@Semihoden: Das einzige was der FC will ist: nicht absteigen. Was erzählst du hier von Europa? Gladbach und Hamburg spielen auf dem selben Niveau wie der FC. Natürlich muss in der aktuellen Situation das Ziel sein, gegen solche Mannschaften zu gewinnen.
Vereinsloser Alonso · 21.03.26 · Antworten ·
Danke @D.Villa - vielleicht kam das von mir nicht direkt rüber - es ging von Anfang an um den Klassenerhalt. Und für mich bringt es nichts wenn gesagt wird ah der FC hat stark gegen Hoffenheim oder sonst wen gespielt, wenn wir im direkten Vergleich gegen Hamburg Gladbach Augsburg nicht gewinnen Daran muss sich Kwasniok messen lassen. Ich halte aber ein Trainer Wechsel mangels Alternativen für nicht richtig.
harne_einrichson · 07:18 · Antworten ·
Gladbach und Hamburg haben halt einfach Unterschiedsspieler im Kader, die aus einem guten Spiel auch was abrechenbares machen. Köln fehlt sowas halt komplett.
SSJTrunks · 21.03.26 · Antworten ·
Sebulonsen nach der LSP durch die rote karte von martel wieder in der s11? Der Mann hat vor seiner Sperre/Verletzung jedes Spiel 90min gemacht
Lennart · 21.03.26 · Antworten ·
Auch ohne die rote Karte von Martel wäre er in derS11
Bufu · 21.03.26 · Antworten ·
Ist natürlich gesetzt, selbst ohne jegliche sperre
SSJTrunks · 01:39 · Antworten ·
Danke Männer