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Steffen über Mbangula: „Das kann er besser“

15.01.2026 - 16:01 | Gemeldet von: Thorben Lorenzen | Autor: Thorben Lorenzen

Samuel Mbangula spielte beim SV Werder Bremen zuletzt nur noch eine Nebenrolle. Trainer Horst Steffen nahm am Donnerstag auf der Pressekonferenz ausführlich Stellung zur Situation des 21-jährigen Offensivspielers, der im Sommer für 10 Millionen Euro von Juventus nach Bremen gekommen war, seinen starken Start bislang aber nicht bestätigen konnte.

In den ersten zehn Spieltagen wusste Mbangula mit drei Toren und drei Vorlagen zu überzeugen, seitdem stand er jedoch nur noch einmal in der Anfangsformation. Steffen machte deutlich, dass dies vor allem leistungsbezogene Gründe habe. „Es waren Spiele, die dazu geführt haben, dass er nicht mehr von Beginn an gespielt hat. Dazu hatte er zum Teil Einwechslungen, wo ich sage: Das kann er besser“, erklärte der Coach. Zwar verwies er auch auf Mbangulas entscheidenden Treffer gegen Wolfsburg, betonte aber zugleich: „Diese Fähigkeiten, die er hat, die will ich häufiger sehen.“

Aus Sicht des Trainers liegt der Schlüssel vor allem in der Konstanz. „Das ist der Auftrag an ihn“, so Steffen. Gemeint sei eine höhere Entschlossenheit – sowohl im Training als auch in den Einsatzminuten. „Dass wir grundsätzlich ein Talent haben und was für Fähigkeiten er hat, haben wir schon ansatzweise gesehen. Ich will es dauerhaft sehen und er muss es konstant abrufen.“

„Harry Kane arbeitet auch am Sechzehner mit“


Dabei gehe es nicht nur um offensive Aktionen. Auf Nachfrage präzisierte Steffen: „Das gilt in beide Richtungen. Allgemein ist die Entschlossenheit in Richtung Tor, was seine Stärke ist, in den Vordergrund zu stellen.“ Gleichzeitig forderte er aber auch mehr Mitarbeit gegen den Ball: „Dass ein Offensiver nur für die Offensive zuständig ist, das gibt es nicht. Wir müssen in alle Richtungen arbeiten. Ein Harry Kane verteidigt auch am eigenen Sechzehner mit.“

Mit Blick auf die taktische Einordnung zeigte Steffen auf, dass Mbangula grundsätzlich eine Option für mehrere Positionen ist. Zwar kam der Belgier bislang überwiegend über die linke Außenbahn, doch auch eine Rolle im Zentrum sei für ihn denkbar. „Er hat in der Jugend auf der Zehn gespielt, und das wurde auch in Gesprächen mit ihm klar, dass er sich im Zentrum sehr wohlfühlt“, erklärte der Werder-Coach.

Gleichzeitig ist die Konkurrenz in der aktuellen Grundordnung hoch. Für Mbangula bedeutet das vorerst Geduld – und die Aufgabe, sich über Trainingsleistung und Kurzeinsätze wieder nachhaltig anzubieten. Die Tür ist nicht geschlossen, der nächste Schritt liegt nun bei ihm.

Quelle: Pressekonferenz

Kommentare

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JVL · 15.01.26 · Antworten ·

Finde ich komplett wild ehrlich gesagt. Werder findet seitdem er aus der Startelf verbannt wurde offensiv so gut wie gar nicht mehr statt. Ducksch hatte auch immer eins in 2-3 Spielen, wo er komplett überhaupt nicht stattfand und jeden Ball verstolpert oder vergeigt hat. Danach haben alle gefordert ihn auf die Bank zu setzen, was "Dickkopf" Werner nie getan hat - und schwupps, hat er im darauffolgenden Spiel wieder im Alleingang die spielentscheidenden Szenen kreiert oder abgeschlossen. Mangula hatte 1-2 no-show-Auftritte, allerdings in line mit dem Rest der Mannschaft, und genießt seitdem keinerlei Vertrauen mehr. Fakt ist: Mbangula ist der einzige neben Stage (der daneben noch genug andere Aufgaben hat), der in der Bremer Offensive mit seiner Qualität Spiele entscheiden kann. Da bringt es dir auch nichts, wenn Grüll, Topp oder Puertas mehr nach hinten arbeiten, wenn sie nach vorne 0,0 Torgefahr ausstrahlen. Den letzten Sieg haben wir dank seines Treffers geholt, gegen Pauli haben wir allein dank seines Treffers gewonnen, etc. Steffen auf Abwegen.

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De Maggus Röhl · 15.01.26 · Antworten ·

Ist aber auch, glaube ich zumindest, dem ein oder anderen Wehwehchen geschuldet. Ich war sehr skeptisch, vorallem wegen der für Bremer Verhältnisse sehr hohen Ablöse, aber der eye test ist ja überragend bei dem Kerl. Ich halte auch von Steffen sehr viel und denke Mbangula wird unter ihm neben Schmid (und Stage) der wichtigste Offensivspieler bei Werder. Die Umständen unter denen sowohl er als auch der Trainer performen müssen sind ... mäßig. Glaube das kann noch ne spannende Geschichte werden.

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Hildfried · 15.01.26 · Antworten ·

Geb dir eigentlich in allen Punkten recht. Würde das nur etwas anders werten. Ducksch hatte zwar seine Aktionen, aber die Mannschaft hat sich einfach nicht mehr weiterentwickelt. Jetzt ist die Frage ob man die Punkte lieber über eine geschlossene Mannschaftsleistung holt oder über vereinzelte Geistesblitze von einem einzelnen Spieler. Die gleiche Frage stellt sich aktuell auch etwas mit Mbangula. Defensiv hat er anfangs geackert, gegen Ende aber tatsächlich die nötige Entschlossenheit vermissen lassen. Wenn die Bedenkpause dazu beiträgt, dass er sich stabilisiert und der Offensive wieder die nötige Kreativität gibt, dann unterschreib ich das so. Er hat auch oft mit dem Training ausgesetzt, was die ganze Bankthematik nochmal verschärft hat. Am Ende kann ich Steffens Entscheidungen schon nachvollziehen, auch wenn ich mich bei manchen Aufstellungen schon sehr geärgert hab und letztendlich vom Spielverlauf bestätigt wurde. Er hat schon oft gezeigt, dass er mit jungen Spielern umgehen und eine Mannschaft formen kann. Ich bin weiterhin guter Dinge.

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veezy06 · 15.01.26 · Antworten ·

Horst Steffen erste Trainerentlassung 2026

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polanski21 · 15.01.26 · Antworten ·

Steht weit oben auf der Liste, aber wäre fatal nicht längerfristig an ihm festzuhalten. Wenn Frankfurts Abwehr so weiter "kocht", dann sehe ich da vllt auch Aktionismus und eine Trainerentlassung.

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Jordy Torunarigha · 15.01.26 · Antworten ·

Flop

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Steve84 · 15.01.26 · Antworten ·

Mbangula - Kane Vergleich vor GTA 6