Jóhannesson muss sich neu behaupten
Beim 1. FC Köln ist Ísak Jóhannesson aktuell kein Fixpunkt mehr in der Startelf. Auch im Spiel gegen den FC Bayern München musste der 22-Jährige zunächst auf der Bank Platz nehmen – ein Umstand, der die jüngsten Aussagen von Trainer Lukas Kwasniok zusätzlich untermauert.
Auf der Pressekonferenz erklärte Kwasniok ausführlich, warum er im Spielverlauf gegen Heidenheim andere Entscheidungen traf und Jóhannesson nicht berücksichtigte. Die Partie habe „das nicht hergegeben“, so der Coach, der sich aufgrund der Personallage in der Defensive nicht zu einer Systemumstellung gezwungen sah.
Kwasniok ordnete die Situation seines Mittelfeldspielers offen ein: Jóhannessons „Gesamtperformance“ habe sich zuletzt nicht so entwickelt, wie er es sich vorgestellt habe. Dabei stellte der Trainer zugleich klar, dass er den Isländer sehr schätzt – „mein Lieblingsspieler aus Düsseldorf“, wie er betonte. Der 22-Jährige habe zu Beginn „gleich geliefert“ und sei zwischenzeitlich „unantastbar“ gewesen. Nun müsse er sich jedoch dem Konkurrenzkampf stellen, was laut Kwasniok ein normaler Prozess sei: Nicht jeder Transfer aus der 2. Liga gehe dauerhaft „durch die Decke“, Rückschläge und Dellen gehörten dazu.
Die Zahlen untermauern diese Entwicklung: In den letzten fünf Bundesliga-Spielen stand Jóhannesson nur noch einmal in der Startelf, nachdem er zuvor zehn Pflichtspiele in Folge von Beginn an bestritten hatte. Gegen Bayern bilden stattdessen Kamiński und Krauß die Doppel-Acht.
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